Außenhandel

Deutschland exportiert weniger Rapsöl


Die deutschen Rapsölausfuhren sind im Zeitraum 2018/19 das zweite Mal in Folge deutlich gesunken. Sie legen nun auf dem tiefsten Stand der vergangenen sieben Jahre.

Wie die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (Ufop) heute in Berlin in Bezug auf Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilte, wurden im Berichtszeitraum 860.700 t Rapsöl exportiert. Das ist Rückgang von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hintergrund sei eine geringeren Rohstoffverfügbarkeit in der Bundesrepublik, so Ufop weiter.

Dem Verband zufolge schrumpfte 2018/19 vor allem die Rapsölnachfrage in einigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union deutlich. Die größten Mengen wurden zwar wieder in die Niederlande geliefert, die als Drehscheibe des internationalen Handels rund 491.700 t Rapsöl abnahmen, was aber 14 Prozent weniger als im Vorjahr entsprach. Polen, das in den vergangenen fünf Jahren noch auf Platz zwei der wichtigsten Käufer von deutschem Rapsöl lag, rutschte aufgrund der Drosselung der Bezugsmenge von 60 Prozent auf Platz vier. An Polens Stelle trat 2018/19 Belgien, das 85.400 t Rapsöl aus Deutschland importierte - ein Zuwachs von 22 Prozent.

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