Außenhandel

Osteuropa bleibt Wachstumsmotor


Der deutsche Handelsumsatz mit den Ländern Osteuropas wächst überdurchschnittlich. Polen schließt zur Spitzengruppe der Handelspartner auf.

Der deutsche Handelsumsatz mit den 29 Ländern der vom Ost-Ausschuss-Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) betreuten Region ist im Jahr 2018 um 27,8 Mrd. € gestiegen. Das ist ein Zuwachs von 6,5 Prozent auf 453,4 Mrd. €. Der deutsche Handel insgesamt wuchs im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent. Somit entfallen knapp 20 Prozent des gesamten deutschen Außenhandels auf die Region, teilt der OAOEV mit. Der Güteraustausch liegt damit deutlich über jenem mit China und den USA.

Polen steigt weiter auf

Mit Polen auf Platz sieben und Tschechien auf Platz zehn finden sich zwei mittelosteuropäische Länder unter den Top-10 der deutschen Handelspartner. Beide zeigen weiter solide Zuwachsraten. Dabei ist Polen der mit Abstand bedeutendste Handelspartner im östlichen Europa. Der Handel mit Polen stieg im Jahr 2018 um weitere 7,5 Prozent auf 118 Mrd. €. Seit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 haben sich die deutschen Exporte nahezu vervierfacht, erklärt der OAOEV-Vorsitzende Wolfgang Büchele. In der Rangfolge der deutschen Außenhandelspartner liegt Polen beim Umsatz inzwischen nahezu gleichauf mit Großbritannien und Italien. In den nächsten drei Jahren könne Polen der Sprung in die Top-5 der wichtigsten deutschen Handelspartner gelingen, zeigt sich Büchele überzeugt.

Handelsbilanz leicht negativ

Die deutschen Exporte sind um 5,6 Prozent auf 225,2 Mrd. € gestiegen, die Einfuhren sogar um 7,5 Prozent auf 228,5 Mrd. €. Als Grund für die damit leicht negative Handelsbilanz nennt der OAOEV einen stark gestiegenen Importüberschuss mit Russland in Höhe von 10,5 Mrd. €.

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