Australien

Kleinster Rinderbestand seit 20 Jahren


Dürrebedingt ist die Versogung mit Futtermitteln an der australischen Ostküste schwierig.
Bild: Pixabay / PublicDomainPictures
Dürrebedingt ist die Versogung mit Futtermitteln an der australischen Ostküste schwierig.

Dürre und Flut hinterlassen Spuren in der australischen Rindfleischwirtschaft. Durch eine schlechte Versorgung mit Futtermitteln reduzieren viele Farmer ihren Herdenbestand drastisch.

Eine lang andauernde Dürre und Überschwemmungen im Nordwesten von Queensland sorgen in Australien für einen sinkenden Herdenbestand. Der Branchenverband Meat and Livestock Australia (MLA) spricht in seiner Prognose vom größten Rückgang der vergangenen Jahrzehnte. Der nationale Bestand sank um 2,1 Mio. Tiere oder 7,7 Prozent.

Die schwere Dürre bewegte wie auch schon 2018 viele Halter dazu, ihre Herden massiv zu verkleinern. Im Januar und Februar stiegen die Schlachtzahlen um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Mitverantwortlich für das Bestreben der Farmer, ihre Herden zu verkleinern, ist die schlechte Verfügbarkeit und hohe Preise für Futtermittel. Viele Landwirte hatten auf eine Verbesserung der Futtermittelversorgung mit dem Wechsel der Jahreszeiten gehofft, wurden jedoch enttäuscht.

Steigende Preise und Engpässe ab 2020

Experten erwarten, dass die Zahl der geschlachteten Rinder im Jahr 2019 auf 8,17 Mio. Tiere fallen wird, was einem Rückgang von 2 Prozent zum Vergleichszeitraum entspricht. Die Analysten rechnen damit, dass das durchschnittliche Schlachtgewicht unter 290 kg fallen wird und die Rindfleischproduktion sich um 2,6 Prozent auf 2,25 Mio. t. reduziert. Das wird sich auf die Fleischproduktion im kommenden Jahr auswirken. Die MLA rechnet mit um 3,3 Prozent niedrigeren Fleischausfuhren auf 1,6 Mio. t. in diesem Jahr. Im Jahr 2020 soll diese Zahl um weitere 9 Prozent sinken. Die großen Abnehmer für australisches Rindfleisch Japan, die USA, Südkorea und China müssen mit Engpässen in der Liefermenge und steigenden Preisen rechnen.

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