Die Gerstenpreise werden vorläufig nicht an Festigkeit verlieren. Die Bilanz sowohl in Deutschland als auch in der EU ist in diesem Jahr eng. Diese Auffassung vertrat Dagmar Hofnagel, az-Korrespondentin, beim Marktgeflüster der agrarzeitung (az) heute auf der Agritechnica. Die Ernte in Deutschland ist gut 1 Mio. t geringer ausgefallen als im Vorjahr. In der EU liegt die Produktion mit knapp 53 Mio. t leicht unter dem Vorjahr. Zudem konnte die EU zu Beginn der diesjährigen Ernte Gerste noch auf dem Weltmarkt platzieren, da die Ukraine zu diesem Zeitpunkt auf Grund der eigenen Exportzölle noch nicht am Markt war. Die Endbestände in der EU und Deutschland werden bis zum Ende des Wirtschaftsjahres eng bleiben, so Hofnagel. Derzeit ist am Markt eine Seitwärtsbewegung zu beobachten. Die Kurse für Gerste liegen dabei über den Bewertungen für Weizen. Das Potenzial für niedrigere Preise ist gering. Die Konsumenten sind vorerst eingedeckt, wenn auch immer wieder vordere Ware von den Kraftfutterwerken gekauft wird. Zu Beginn des neuen Jahres könnte wieder Bewegung in die Märkte kommen. (az)
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