az-Seminar: Düngergeschäft nimmt Fahrt auf


Die Preise für Stickstoffdünger bleiben stabil. Die Lagerbestände bei Landwirtschaft und Handel sind gering.

Im Düngergeschäft steckt noch viel Luft nach oben. „Vor allem die hohen Erzeugerpreise für Getreide werden die Nachfrage nach Düngemittel ankurbeln“, sagte heute Wolfgang Höfler, Vertriebsleiter Linzer Agro Trade, beim az-Seminar vor Ort im Düngerwerk von Borealis PEC-Rhin. Im französischen Ottmarsheim erhalten die az-Seminar-Teilnehmer aktuelle Informationen zum Dünger- und Getreidegeschäft.

„Landwirte müssen noch Dünger bis zum Frühjahr einkaufen“, prognostiziert Höfler. Denn die Lagerbestände an Stickstoffdüngern seien sowohl bei Industrie und Landwirtschaft niedrig.

Auf sinkende Preise bei Düngern zu setzen, hält der Marktexperte für falsch. Vielmehr deuten die internationalen hohen Kurse bei Erdgas und Ammoniak auf eine weiterhin stabile Tendenz hin. Kalkammonsalpeter (KAS) notiert bei durchschnittlich 285,00 bis 287,00 €/t je nach Paritiät ab Landhandel.

Der österreichische Hersteller Borealis hat in diesem Jahr das französische Produktionswerk in Ottmarsheim PEC Rhin von BASF und der französischen GPN übernommen. Das Vertriebsgebiet für Stickstoffdünger der österreichischen Linzer Agro Trade, die Düngemittel von Borealis vermarkten, umfasst nun auch Frankreich und den Südwesten Deutschlands. (da)
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