az-Seminar: Kurzfristiger Bedarf an Dünger kaum zu decken


In diesem Frühjahr sind beim deutschen Handel deutlich weniger Phosphat- und Kalidünger als in anderen Jahren eingelagert. Die Lücke wird bei einer kurzfristigen Nachfrage zu Beginn der Düngesaison nur schwer zu schließen sein. Auf diese Situation stimmte Dr. Claus Brusenbauch von ICL Fertilizers Deutschland heute die Teilnehmer des Seminars „agrarzeitung vor Ort" in Ludwigshafen ein. Die schlechten Erfahrungen mit zunächst hohen und dann stark gesunkenen Preisen aus dem Jahr 2008 ließen Landwirte und Handel Dünger sehr zurückhaltend disponieren. So werde  die Warenverfügbarkeit im Frühjahr ein zunehmende wichtiges Thema. Bei Diammonphosphat, DAP, schätzt Brusenbauch das Minus an Einlagerung auf gut 40 Prozent. Dieser Dünger decke rund 60 Prozent des deutschen Verbrauchs an Phosphat. Weltweit steige die Nachfrage nach P- und K- Düngern. Auf  der Südhalbkugel setze die Nachfrage jetzt nach der Ernte wieder ein. In Deutschland werde der Verbrauch von Phosphat und Kali im laufenden Düngemitteljahr 2011/12 unterhalb des Vorjahresniveaus liegen. Nach der schwachen Disposition im Herbst könne auch das anspringende Frühjahrsgeschäft die Fehlmengen nicht vollständig kompensieren, sagte Brusenbauch in Ludwigshafen. (dg)
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