az-Seminar Ochsenfurt: Steigender Ölbedarf in der Donauregion

Der Verbrauch von Ölen und Fetten in der EU wird in den kommenden Jahren nicht im bisherigen Maß weiter steigen. Das politische Beimischungsziel von Biosprit zu normalen Kraftstoff ist fast erreicht. Diese Auffassung vertrat René van der Poel von der Ölmühle ADM (Archer Daniels Midland Company), Straubing, heute auf dem Seminar „agrarzeitung vor Ort“ im bayerischen Ochsenfurt im Rahmen der Besichtigung des Werkes der Südzucker AG. Die EU bleibt seiner Meinung nach auch zukünftig Nettoimporteur für Ölsaaten, Öle und Biodiesel. Wachstumspotenzial für die Rapssaatproduktion in Europa gebe es allerdings. Dies werde dann zu Lasten von importierten Ölen und Ölsaaten gehen. Verarbeitungskapazitäten für eine größere Ölsaatenproduktion seien in der EU vorhanden.

Speziell für die Donauregion, also Bayern, Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Rumänien und Bulgarien, sieht van der Poel einen steigenden Ölbedarf aufgrund eines höheren Biodieselverbrauchs. Auch werde der Konsum an Rapsschrot in dieser Region wachsen. Absatzmöglichkeiten für eine größere Ölsaatenproduktion wären gegeben. Verarbeitungskapazitäten steigen mit der Erweiterung bereits existierender Ölmühlen und neuen Projekten. Allerdings führe dies zu einer Verringerung des Exports an Ölsaaten aus dieser Region. Heute sei die Donauregion Nettoexporteur von Saat und Schrot sowie Nettoimporteur von Ölen und Fetten. (dg)
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