Bayer - Monsanto

Bayer-Demo in Wuppertal


Screenshot WDR

Bayer will weltweit 12.000 Arbeitsplätze abbauen. Zwar soll der Großteil nicht in Deutschland gestrichen werden. Dennoch geht die Belegschaft in Wuppertal auf die Straße.

Rund 500 Bayer-Mitarbeiter sind gegen den geplanten Stellenabbau durch Wuppertal gezogen, meldet die Westdeutsche Zeitung und bezieht sich auf Polizeiangaben. Die Beschäftigen sorgen sich, dass weitaus mehr Mitarbeiter von den Streichungen betroffen sein könnten, als bisher bekannt gegeben wurde. Der Betriebsrat in Wuppertal kritisiert vor allem den Abbau in der Forschung. 

Strategisch hervorragend aufgestellt

"Es wird einen bedeutenden Anteil an Arbeitsplätzen in Deutschland betreffen, aber nicht die Mehrzahl der 12.000 Stellen", sagte Bayer-Chef Werner Baumann am Wochenende der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS). Betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland schloss er bis Ende 2025 aus.
Insgesamt sollen 4.000 der 12.000 betroffenen Stellen durch Synergien aus der Übernahme von Monsanto eingespart werden. Darüber hinaus betont Baumann in dem Interview, dass Bayer strategisch hervorragend dastehe - gerade wegen der Akquisition von Monsanto. An Glyphosat werde festgehalten. Am Mittwoch veranstaltet der Konzern in London seinen „Capital Markets Day“. Dort soll es mehr zur Konzernstrategie zu hören geben. 


Bayer hatte vergangene Woche angekündigt, bis Ende 2021 rund 12.000 der knapp 120.000 Arbeitsplätze abzubauen. Durch den Verkauf von Unternehmensteilen soll die Mitarbeiterzahl von Bayer weiter schrumpfen. So sollen weitere 10.000 Mitarbeiter den Konzern verlassen und unter einem anderen Dach weiterarbeiten.

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