Bayer

Baumann verteidigt Übernahme von Monsanto

Das Risiko sei pflichtgemäß und sorgfältig von Vorstand und Aufsichtsrat abgeschätzt worden. Das bekräftigte Bayer-Chef Werner Baumann heute auf der Hauptversammlung.

„Wir haben sowohl operativ wie auch strategisch viel erreicht“, erklärte Baumann heute in Bonn. Die Übernahme von Monsanto sei sorgfältig abgewogen worden hinsichtlich Chancen und Risiken, verteidigte er seine Strategie. „Basierend auf allen verfügbaren Informationen hat der Vorstand das Haftungsrisiko im Zusammenhang mit Glyphosat als gering bewertet“, sagte Baumann, „der Vorstand hat in jeder Hinsicht pflichtgemäß gehandelt.“ Das hätten auch unabhängige externe Gutachten bestätigt. Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Wenning bekräftigte, dass der Aufsichtsrat voll hinter der Strategie von Baumann stehe. Ob dies die Aktionäre überzeugt, wird die anschließende Frage-Runde während der zurzeit laufenden Hauptversammlung zeigen.

Denn der Aktienkurs von Bayer ist vor allem mit Blick auf die Klagewelle in den USA wegen möglicher Krebsrisiken durch Glyphosat stark gesunken. Das Minus von 40 Prozent sei enttäuschend und schmerze sehr, so Baumann. Der Kurs spiegele aber nicht den wahren Wert des Unternehmens wider. Noch sei auch kein einziges rechtskräftiges Urteil gefällt worden. Bayer wird seine Position entschieden verteidigen und in Berufung gehen. „Die US-Kläger haben unrecht“, unterstrich Baumann seine Position.

Wann die Aktionäre wieder mit einem Anstieg rechnen könnten, könne er nicht vorhersehen. Bayer will die Wartezeit den Anteilseignern aber mit einer hohen Dividende von 2,80 € pro Aktie versüßen. Das sei eine neue Rekordausschüttung, sagte Baumann.  

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