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Konzernumbau und Monsanto hinterlassen Spuren


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Mit der Sparte Crop Science kann Bayer-Chef Werner Baumann zufrieden sein. Der Kauf von Monsanto hat einen ordentlichen Ergebnisbeitrag geliefert. In allen anderen Sparten hingegen sind Rückgänge zu verzeichnen. Das Konzernergebnis sank um fast 77 Prozent.

Im Agrargeschäft setzte Bayer 2018 14,3 Mrd. € um, davon entfallen rund 5,3 Mrd. € auf Monsanto, 1,5 Mrd. € auf die an die BASF verkauften Geschäfte. Insgesamt ist der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um  49 Prozent gestiegen. So profitierte Bayer von den Lizenzvereinbarungen mit der BASF, aber auch von einer stärkeren Nachfrage in Nordamerika und in der Region Asien/Pazifik. Das Europa-Geschäft war jedoch rückläufig. Als Grund nannte der Konzern ungünstige Wetterbedingungen sowie veränderte regulatorischen Rahmenbedingungen in Frankreich, die sich auf Zulassungen bestimmter Saatgutprodukte ausgewirkt haben.  

Bayer-Chef Werner Baumann ist zufrieden: „Durch die Akquisition im Agrarbereich sind wir zur Nummer eins in diesem Markt aufgestiegen.“ In den USA ist Bayer jedoch mit einer Vielzahl an Klagen im Zusammenhang mit Glyphosat konfrontiert. Bis zum 28. Januar seien Klagen von etwa 11.200 Klägern zugestellt, teilt der Konzern mit. Am Montag begann der zweite Prozess in San Francisco. Insgesamt sind laut Bayer insgesamt sieben Verfahren zur Verhandlung angesetzt. Baumann ist nach wie vor zuversichtlich, alle wissenschaftlichen Fakten auf seiner Seite zu wissen.

Aber Bayer hat nicht nur mit den Auswirkungen des Monsanto-Kaufs zu kämpfen, auch der im vergangenen November verkündete Konzernumbau hinterlässt seine Spuren. Aktuell beschäftigt Bayer gut 17.000 Mitarbeiter weniger als 2017. Bis Ende 2021 sollen weltweit noch 12.000 Stellen von insgesamt 118.000 abgebaut werden. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte Bayer zwar insgesamt einen Umsatzzuwachs verbuchen. Das Nettoergebnis beläuft sich aber auf magere 1,7 Mrd. €, ein Rückgang um 77 Prozent.  Baumann ist aber nach wie vor überzeugt, die richtigen Weichen gestellt zu haben. Der Konzern soll 2019 ein Umsatzplus von 4 Prozent währungsbereinigt erzielen. Einen ebensolchen Umsatzanstieg erwartet er für Crop Science mit einer Ebitda-Marge von 25 Prozent.

Für 2018 schlägt Bayer eine Dividende von 2,80 € je Aktie vor. Bei 932,55 Millionen dividenden-berechtigten Aktien entspricht der Vorschlag einer Ausschüttungssumme von 2,611 Mrd. €, ein Plus von 8,7 Prozent. Damit erreicht die Ausschüttungssumme Rekordniveau.

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