Bayer-Monsanto

Russische Kartellbehörde genehmigt den Deal


Mit der Genehmigung adressiert Russland aber auch ganz klare Wünsche an Bayer. Im Gegenzug will das Land digitales Know-how zum Aufbau seiner Landwirtschaft.

Der Federal Antimonopoly Service, die Wettbewerbsbehörde der Russischen Föderation, hat die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer genehmigt. Damit hat Bayer zwar einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Übernahme von Monsanto erreicht, muss aber auch dafür etwas bieten.

Als Bedingung für die Freigabe hat sich Bayer dazu bereit erklärt, über einen Zeitraum von fünf Jahren den Transfer bestimmter Technologien in den Bereichen Saatgutzüchtung und Digital Farming an russische Unternehmen zu ermöglichen. Der vorgeschriebene Technologietransfer umfasst nach Angaben von Bayer den Zugang zur molekularen Züchtung in folgenden Kulturen: Mais, Weizen, Raps, Soja und Gemüse wie Tomaten, Gurken und Kohl sowie bestimmtes Keimplasma dieser Kulturen mit Ausnahme von Gemüse.

Bayer wird außerdem Zugang zu Digital-Farming-Technologien – digitalen Produkten und Plattformen – gewähren, sobald diese Lösungen in Russland auf den Markt gebracht wurden. Dadurch sichert sich Russland den Zugang zu Technologien der digitalen Landwirtschaft, damit russische Agrarbetriebe auch IT-Lösungen für eine effizientere Bewirtschaftung zur Verfügung haben und sich weiter qualifizieren können.

Nach wie vor hofft Bayer, die Übernahme im 2. Quartal 2018 abschließen zu können. Die EU und die USA hatten bereits zugestimmt, auch unter strengen Auflagen.

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