Bilanz

Baywa-Chef erwartet Besserung im Agrargeschäft


Foto: Baywa

Das Geschäftsjahr 2018 schließt der Münchner Konzern mit leichten Zuwächsen ab. Für 2019 gibt sich der Konzernchef optimistisch.

Der Verkauf von erneuerbare-Energien-Projekte Ende Dezember hat der Baywa AG im Geschäftsjahr 2018 noch eine kleine Umsatz- und Ergebnissteigerung beschert: Der Umsatz stieg auf 16,6 (Vorjahr: 16,1) Mrd. €, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern Ebit auf 172,4 (171,3) Mrd. €, teilten die Münchener am Donnerstag mit. Am meisten zu der Ergebnisverbesserung beigetragen haben die Bereiche klassische und erneuerbare Energie, die nach Aussage der Baywa „jeweils eine Bestmarke“ erzielten. Eine Dividendensteigerung bleibt allerdings aus: Die Baywa will für 2018 eine stabile Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie zahlen.

Eine positive Entwicklung stellt der Konzern für alle operativen Geschäftsbereiche fest. „Das Segment Agrar verbesserte sich vor allem durch eine sehr gute Geschäftsentwicklung im internationalen Handel und in der Technik“, sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz. Der deutsche Agrarhandel war in der zweiten Jahreshälfte 2018 durch die Sommertrockenheit, Niedrigwasser auf den Flüssen und explodierende Frachtraten geprägt. Das hatte der Baywa im dritten Quartal 2018 ein negatives Ebit beschert.

Wetten auf steigende Futtermittelnachfrage

Für 2019 trifft CEO Lutz eine optimistische Prognose für das Agrargeschäft: Auch im deutschen Agrarhandel sei, eine durchschnittliche Klima- und Vegetationsentwicklung vorausgesetzt, mit deutlichen Ergebnissteigerungen zu rechnen, so Lutz. Dies gelte vor allem für das 1. Halbjahr: Wegen des Niedrigwassers bis Ende des vergangenen Jahres könne erst jetzt der Vorratsbestand an Getreide ausgeliefert werden. Die Baywa rechnet außerdem mit einer starken Futtermittelnachfrage aufgrund der aktuellen Grundfutterknappheit. Im internationalen Agrarhandel sieht Lutz durch die Zukäufe der vergangenen Jahre im Spezialitätenbereich weiteres Wachstum.

Auch bei der Technik und der klassischen Energie geht der CEO von einer guten Geschäftsentwicklung aus, wenn auch die jeweiligen EBIT-Höchstmarken von 2018 im laufenden Geschäftsjahr wahrscheinlich nicht erreicht werden könnten. Im internationalen Obstgeschäft sollen durch Stärkung des Vertriebs im Jahr 2019 ebenfalls die Ergebnisse steigen, kündigte die Baywa weiter an. Ähnliches gelte für die regenerativen Energien, die laut Konzernchef Lutz „ihren Wachstumskurs in diesem Jahr fortsetzen werden“.

Der Vorstandsvorsitzende erläuterte außerdem, dass die BayWa zukünftig noch viel stärker und zielgerichteter eine „grüne Perspektive“ bei der Ausgestaltung ihrer Geschäftsstrategien und -modelle verankern werde: „Die Auswirkungen des Klimawandels stellen die größte Herausforderung für uns alle und damit auch für uns als Unternehmen dar“, hob Lutz hervor.

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