Baywa-Hauptversammlung

Lutz peilt 2018 Vorjahresergebnis an


Manfred Nüssel, als Aufsichtsratsvorsitzender der Baywa AG bestätigt, spricht auf der Hauptversammlung in München.
Foto: Baywa
Manfred Nüssel, als Aufsichtsratsvorsitzender der Baywa AG bestätigt, spricht auf der Hauptversammlung in München.

Die Baywa-Aktionäre dürfen sich über eine höhere Dividende von 90 (plus 5) Cent/Aktie für das Geschäftsjahr 2017 freuen. Auf der Hauptversammlung in München rechnet der Vorstandsvorsitzende Klaus Josef Lutz für das Segment Agrar wieder mit einem besseren Ergebnis als 2017.


Die zukünftige Entwicklung des internationalen Handelskonzerns skizzierte Lutz am Dienstag auf der Hauptversammlung des Agrarkonzerns: „Wir wandeln uns zum Lösungsanbieter und werden unseren Fokus auf das Projektentwicklungsgeschäft ausweiten." In seinem Ausblick  peilt Lutz für 2018 ein Ergebnis auf dem Niveau von 2017 an. Im Vorjahr betrug das Ebit rund 171 Mio. €. Nach witterungsbedingten Verschiebeeffekten im 1. Quartal 2018 seien im April und Mai bereits Aufholeffekte im Betriebsmittelgeschäft zu verzeichnen, sagte Lutz. Im Segment Agrar rechnet er insgesamt wieder mit einem besseren Ergebnis als 2017. Der Ausbau des internationalen Spezialitätengeschäfts, bessere Ergebnisse bei Global Produce sowie gut gefüllte Technik-Auftragsbücher lassen für 2018 bessere Ergebnisse wie im Vorjahr erwarten.

Der Handel mit Agrarrohstoffen im laufenden Geschäftsjahr bezeichnete Lutz als gut. In Bezug auf die Erneuerbaren Energien werde die Baywa die Zahl der verkauften Projekte insbesondere im 2. Halbjahr steigern. Auch im Segment Bau rechnet der Vorstandsvorsitzende mit einer leichten Ergebnissteigerung 2018. Im digitalen Geschäft mit den Landwirten sei die Baywa auf dem besten Weg, ihr Ziel, in Europa Marktführer im Digital Farming zu werden, zu erreichen.

Fairer Handel

Lutz spricht sich für einen freien Handel und fairen Wettbewerb aus. Überall sei das Säbelrasseln moderner Handelskrieger zu hören, die den neuen Protektionismus im Schilde führen. Als Konzern mit globaler Präsenz müsse die Baywa in diesem Spannungsfeld mit maximaler Beweglichkeit agieren. Damit verbunden sei auch ein digitaler Transformationsprozess, den die Baywa derzeit in allen Bereichen vollziehe. Die Chancen der Digitalisierung, mahnte Lutz, seien dabei genauso groß wie der Handlungsbedarf auf gesellschaftlicher und politischer Ebene. 

Strafe bei Verstoß gegen Datenschutz
Die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) stelle mittlerweile für die gesamte Wirtschaft einen klaren Wettbewerbsnachteil im globalen Handel dar. Sowohl der bürokratische Aufwand zur Einhaltung der EU-DSGVO als auch das mögliche Strafmaß in Höhe von bis zu 4 Prozent des Umsatzes seien, sagte Baywa-Chef Klaus Josef Lutz, „völlig unverhältnismäßig und geschäftsschädigend“. Er appellierte deutlich in Richtung Politik, hier Veränderungen vorzunehmen.

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