Landtechnik

Kartellamt nimmt Baywa aus Visier

Das Bundeskartellamt ermittelt nicht mehr gegen die Baywa wegen mutmaßlich wettbewerbsbeschränkender Absprachen im Vertrieb von Landtechnik. Und zwar ohne Auflagen, teilt das Unternehmen mit. Eine andere Untersuchung läuft noch.

Das Bundeskartellamt hat seine Untersuchungen im Zusammenhang mit mutmaßlichen wettbewerbsbeschränkenden Absprachen beim Vertrieb von Agrartechnik gegen die Baywa eingestellt. Dies habe das Bundeskartellamt jetzt mitgeteilt, teilte die Baywa AG am Donnerstagfrüh in München mit.

Die Behörde habe dem Konzern dies schriftlich bekannt gegeben, teilte die Baywa auf Anfrage von agrarzeitung.de mit. Mehrere Unternehmen der Branche, darunter die Baywa AG, waren Gegenstand der im Januar 2016 eingeleiteten Ermittlungen gewesen, die nun gegen den Münchner Handels- und Dienstleistungskonzern ohne jede Auflage eingestellt worden seien.

Noch offen dagegen sind die Kartelluntersuchungen im Bereich Handel mit Pflanzenschutzmitteln, von denen neben der Baywa weitere Unternehmen der Agrarbranche sowie der Deutsche Raiffeisenverband betroffen sind. Zum Stand dieser Ermittlungen liegen der Baywa keine näheren Erkenntnisse vor, so das Unternehmen.

Bei den Untersuchungen im Bereich Landtechnik im Januar 2016 hatte das Bundeskartellamt neben der Baywa auch bei der Raiffeisen-Waren-Zentrale Rhein Main in Köln sowie der Agravis in Hannover und Münster ermittelt. Die ZG Raiffeisen Karlsruhe erklärte seinerzeit, von den Untersuchungen nicht betroffen zu sein. Die Raiffeisen Waren, Kassel, wollte damals gegenüber agrarzeitung.de dazu keine Angaben machen. Im Branchenumfeld war zu hören, dass die Kartellbehörde in der Angelegenheit keines der betroffenen Unternehmen zu persönlichen Gesprächen geladen hat.

Das Bundeskartellamt war aktuell noch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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