Bild: Edeka

Die Edeka-Zentrale intensiviert ihre Beziehungen zur Berliner Start-up-Szene. Am Donnerstag dieser Woche hat der Händler in Berlin dafür einen "Food Tech Campus" eröffnet, der als Anlaufstelle für Gründer dienen soll.

Start-ups können etwa Bürofläche anmieten, Experten-Rat einholen oder das angeschlossene Küchenstudio für Foto-Shootings nutzen. Auch die Zentrale des Online-Lieferdienstes Bringmeister wird in den neuen Räumlichkeiten untergebracht. Das meldete die Lebensmittelzeitung.

Für den Betrieb des Co-Working-Spaces mit mehr als 130 Arbeitsplätzen hat Edeka ein eigenes Geschäftsmodell entwickelt. Je nachdem, in welchem Umfang die Jung-Unternehmen das Angebot des "Food Tech Campus" nutzen, variieren ihre Kosten: Für eine einfache Mitgliedschaft werden 50 Euro pro Monat fällig, ein eigenes Team-Büro gibt es ab 1900 Euro pro Monat. Zudem können etwa Event- und Workshop-Flächen gebucht werden. Nach LZ-Informationen schließt Edeka auch Beteiligungen an einzelnen Start-ups künftig nicht aus.

Ein Ziel des neuen Angebots ist zudem, die Geschäftsbeziehungen zwischen Edeka-Regionen, Kaufleuten und den Start-ups zu vertiefen. Kommende Woche etwa können Gründer ihre Produkte vor Aufsichtsräten der Region Rhein-Ruhr sowie Kaufleuten im "Food Tech Campus" präsentieren. "Dort hast Du die Möglichkeit Dein Produkt vorzustellen und fleißig zu verkaufen", werben die Macher. Auch das benachbarte E-Center in Moabit soll zudem als stationäres Testgebiet dienen.

Den Kontakt zwischen Selbstständigen und Start-ups fördert Edeka bereits seit vergangenem Jahr mit der Online-Plattform Foodstarter. Über diesen Weg gelangen die Start-up-Artikel nicht nur in die Regale von Kaufleuten, sondern auch in die Lager von Regionalgesellschaften – zuletzt etwa bei Edeka Nord. In die zentrale Listung des Händlers hat es dem Vernehmen nach aber noch kein Gründer-Produkt geschafft.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats