BHV1

Rinderherpes in Borken nachgewiesen


Auf mehreren Betrieben in Nordrhein-Westfalen ist Rinderherpes aufgetreten. Die Folgeuntersuchungen und Desinfektionsmaßnahmen dauern weiter an.

Im Kreis Borken ist in mehreren Betrieben das Rinderherpesvirus BHV1 (Bovine Herpesvirus 1)  nachgewiesen worden. Zunächst fand sich das Virus bei Routinekontrollen in vier Betrieben, teilte die Kreisbehörde Borken mit. Bei den Folgeuntersuchungen im näheren Umfeld der betroffenen Betriebe wurde BHV1 in weiteren drei großen Rindermastbetrieben nachgewiesen. Wie viele Tiere infiziert sind, ist derzeit noch unklar, da die Beprobung noch nicht abgeschlossen ist. Weil die Entnahme von Blutproben bei ausgewachsenen Bullen nur unter Betäubung oder ausreichender Fixierung möglich ist, wird verstärkt bei der Schlachtung beprobt.
Rinderherpes
Das Bovine Herpesvirus 1 (BHV1) ist der Erreger der Infektiösen Bovinen Rhinotracheitis und der infektiösen Vulvovaginitis. Herpesviren gehören zu den größten und komplexesten Viren, die für ihre besondere Überlebensfähigkeit bekannt sind. Ein einmal infiziertes Tier bleibt lebenslang latent infiziert und kann Viren ausscheiden, ohne selbst zu erkranken. Oft verläuft eine Infektion ohne Symptome ab, weshalb sie leicht übersehen wird. Mit einer Erkrankung gehen Symptome wie Fieber, Nasenausfluss, Rötung der Schleimhäute von Flotzmaul und Nase sowie Speicheln einher. Eine Impfung ist möglich. BHV1 ist eine in Deutschland anzeigepflichtige Seuche. Die Behörden arbeiten mit Druck an einer Ausrottung der Krankheit. Das Bovine Virus kann nicht auf Menschen übertragen werden. Quelle: Friedrich-Loeffler-Institut

Die in Frage kommenden Betriebe werden weiter getestet. Tiere, die positiv getestet werden, müssen aus dem Bestand entfernt werden. Die betroffenen Höfe werden desinfiziert. Zwei Höfe wurden komplett geräumt. Ein Hof ist bereits wieder freigegeben.

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