Bilanz 2018

For Farmers muss sparen

For Farmers verkauft 2018 mehr Futtermittel. Auch der Umsatz hat sich positiv entwickelt. Dennoch zeigt das Ergebnis ein Minus.

Die Zahlen sehen eigentlich sehr gut aus. Im Jahr 2018 hat der niederländische Futtermittelkonzern 10 Mio. t Mischfutter verkauft. Das ist eine Steigerung um 4,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2017. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent auf 2,405 Mrd. Euro zu. Dennoch musste der Konzern beim Ergebnis Federn lassen. Das bereinigte Ebitda verzeichnet im Jahr 2018 einen Rückgang um 1,3 Prozent auf 100,1 Mio. Euro.

Ursache für diesen Rückgang sind vor allem die Folgekosten der Dürre. Sie zeigten sich in den höheren Ausgaben für Logistik, unter anderem ausgelöst durch 
niedrige Flusspegel. Auch die Rohstoffpreise hätten eine höhere Volatilität gezeigt, heißt es in dieser Woche aus dem Firmensitz im niederländischen Lochem. Das habe nicht vollständig an Kunden speziell in den Niederlanden und Polen weitergegeben werden können und die Ergebnisse belastet. "2018 war für uns ein Jahr der zwei Seiten. Strategisch sind wir unter anderem durch die Übernahme von vier Unternehmen vorangekommen. Damit sind wir heute in fünf Ländern tätig und haben mehr Absatzmöglichkeiten im expandierenden Geflügelsektor. Neben diesen positiven Entwicklungen wurden wir aber auch im Herbst 2018 mit den Auswirkungen der außergewöhnlich warmen und trockenen Sommermonate konfrontiert", erklärt Yoram Knoop, CEO von For Farmers.

Werksschließungen angekündigt

In den nächsten zwei Jahren soll weiter an der Kostenschraube gedreht werden. Dazu werden die Anzahl der Werke und der Mitarbeiter durch weitere Standardisierung und Optimierung der Prozesse reduziert, kündigt das Unternehmen an. Auch soll die Digitalisierung Effizienzgewinne bringen. Bis zum Jahr 2021 soll eine Gesamtkosteneinsparung von 10 Mio. Euro gegenüber dem Jahr 2018 realisiert sein.

Für das erste Halbjahr 2019 geht For Farmers aufgrund einer vorübergehend ungünstigen Kaufposition von einem starken Ergebnisrückgang aus. Das Unternehmen verbreitet aber Zuversicht, dass die Aussichten danach wieder besser werden.

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