Bilanz 2019

Bunge-Ergebnis enttäuscht


Bunge, der weltweit größte Verarbeiter von Ölsaaten, kann im Jahr 2018 sein Ergebnis um rund 50 Prozent steigern. Dennoch liegen die Zahlen unter den Erwartungen.

Bunges bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Jahr 2018 um gut 50 Prozent auf 881 Mio. US-Dollar an. Das Jahr 2017 wurde mit einem EBIT von 577 Mio. US-Dollar abgeschlossen. Trotz des Anstiegs enttäuschte das Ergebnis die Markterwartungen. Analysten hatten mit 895 Mio. US-Dollar gerechnet. Auch die Firmenleitung zeigt sich enttäuscht. "Obwohl 2018 ein wesentlich besseres Jahr war als 2017, sind wir mit diesen Ergebnissen nicht zufrieden", sagt Vorstandsmitglied Kathleen Hyle.

Laut Financial Times hat Bunge, die Auswirkungen des us-chinesischen Handelsstreits falsch eingeschätzt und Schwierigkeiten, den Markt zu meistern.
Vor allem die Entwicklungen im vierten Quartal waren ein Schlag ins Kontor. Nachdem USA und China sich im Handelsstreit aufeinander zubewegt hatten, seien die brasilianischen Sojabohnenpreise gefallen. Der mit dieser Preissenkung verbundene Verlust von etwa 125 Mio. US-Dollar wirkte sich sowohl auf den Handel mit Ölsaaten als auch auf den Vertrieb und die Getreideerzeugung aus, heißt es im geschäftsbericht. Darüber hinaus lagen die Ergebnisse im Bunge-Zuckergeschäft aufgrund eines Rückgangs der brasilianischen Ethanolpreise „deutlich unter den Erwartungen“.

 Bunge war schon einmal ein Übernahmekandidat für Glencore und Archer Daniels Midland.


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