Bilanz

Agravis sieht Wachstum im Bio-Segment

Die Trockenheit hat auch in der Agravis-Bilanz ihre Spuren hinterlassen. Dennoch zeigt sich Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff bei der Vorlage der Zahlen 2018 heute in Münster zufrieden.

Die Agravis AG hat das vergangene Jahr gut gemeistert. Umsatz und Ergebnis sind gestiegen. Wachstumsmöglichkeiten im Bio-Markt will Agravis nun konsequent nutzen. Dennoch werden Auswirkungen der Trockenheit im vergangene Jahr in der Bilanz 2018 der Agravis AG, Hannover und Münster, sichtbar. So verbuchte die Genossenschaft im Geschäftsfeld Pflanzen einen Rückgang um 3,3 Prozent im Vergleich zu 2017, erklärte Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff heute in Münster bei der Vorlage der Bilanzzahlen. Schulte-Althoff ist dennoch sehr zufrieden mit der Bilanz: Denn in den anderen Geschäftsfeldern Tiere, Technik, Energie und Märkte konnte Agravis Zuwächse verbuchen. Insgesamt sind Umsatz und Ergebnis vor Steuern gestiegen. Eine Dividende von 1,02 € je Aktie oder 4 Prozent auf den Nominalwert will Agravis auf der Hauptversammlung Anfang Mai vorschlagen. 

Für 2019 gehen Schulte-Althoff und der neue Vorstandschef Dr. Dirk Köckler von einer „stabilen Umsatzentwicklung aus“. Insgesamt rechnet die Agravis-Gruppe für 2019 mit einem Umsatz von 6,5 Mrd. € bei einem Ergebnis vor Steuern von mindestens 30 Mio. €.

Gebündelte Bio-Kompetenz

Wachstumsmöglichkeiten sieht Agravis im Bio-Segment und will ihre Angebote für die Bio-Landwirtschaft künftig in einer eigenen Gesellschaft bündeln. Starke Beratung, hohe Vermarktungssicherheit und ein gutes Produkt- und Dienstleitungsangebot sollen die Treiber sein. Erfahrung hat die Genossenschaft bereits in der Bio-Futterproduktion etwa über die Bio-Mühle Hamaland oder über die Beteiligung der Ceravis AG an der Bio-Futterproduktion in Malchin. Darüber hinaus erfasst und vermarktet Agravis – insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern und in Niedersachsen – Bio-Getreide. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit insgesamt 12.000 t Bio-Getreide erfasst.

Darüber hinaus will Agravis auch sein digitales Geschäft bündeln und Insellösungen auf der zentralen Plattform myfarmvis bündeln. Dieses Portal soll als zweistufiges genossenschaftliches Modell ausgebaut werden und den Kunden Zugang zu einer Vielzahl von digitalen Lösungen und Shop-Anwendungen bieten.


Mehr dazu lesen Sie in der morgigen Ausgabe der agrarzeitung.



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