Der dänische Schlachtkonzern Danish Crown schreibt in Großbritannien rote Zahlen. Zu hohe Betriebskosten und unzufriedenstellende Vermarktung der geschlachteten Schweine machen dem Unternehmen zu schaffen.

Die britische Tochter Tulip bereitet dem dänischen Unternehmen wegen fortlaufender Verluste Sorgen. Das wirkt sich stark auf die gesammte Gewinnentwicklung aus. Deshalb verschiebt der Schlachtkonzern sein Strategieziel um zwei Jahre. Das sah eigentlich vor, den Preis für die Anteilseigner/Mitglieder um 0,60 Dänische Kronen (DKK) pro Kilogramm anzuheben.

Wie das dänische Unternehmen berichtet, fiel das Betriebsergebnis bei Tulip im ersten Quartal 2017/2018 zunächst positiv aus. Für das komplette Geschäftsjahr müssen die Dänen aber einen Verlust von 260 Mio. DKK (34,8 Mio. Euro) ausweisen. Im Vorjahr setzte DC 230 Mio. DKK (30,8 Mio. Euro) um. "Eine detaillierte Analyse von Tulip Ltd. ergab, dass wir vor zwei Herausforderungen stehen. Erstens schafften wir es nicht, alle Teile der von uns geschlachteten Schweine zu vermarkten. Zweitens sind unsere Kosten zu hoch", so DC-CEO Jais Valeur.

Danish Crown tritt auf die Kostenbremse

Der Schlachtkonzern hat einen drastischen Sparplan eingeführt. In England wurde der Rotstift angesetzt und 150 Mitarbeiter mussten in den letzten beiden Monaten das Unternehmen verlassen. In Summe geht DC von einer Kostensenkung um über 200 Mio. DKK (26,8 Mio. Euro) bereits im Geschäftsjahr 2018/2019 aus.

Die sonstigen in der Veredelung tätigenDC-Gesellschaften lieferten ein besseres Ergebnis als im Vorjahr. So legte die Tulip Food Company in Dänemark kräftig zu. Die Erlöse stiegen um 29 Prozent. Die Einnahmen der polnischen Gesellschaft Sokołów kletterten um 26 Prozent. Beide Unternehmen tätigten im abgelaufenen Geschäftsjahres wichtige Übernahmen. Sie sollen zur Stabilisierung der Ergebnisse beitragen, heißt es aus Randers.



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