Bilanz

Fonterra rutscht tiefer in die roten Zahlen


Der neuseeländische Milchkonzern Fonterra wird im Geschäftsjahr 2018/19 noch höhere Verluste als im Vorjahr einfahren. Schuld sind fehlgeschlagene Auslandsinvestitionen.

Wie das genossenschaftliche Unternehmen mitteilte, werde sich der Verlust im Ende Juli abgelaufenen Geschäftsjahr auf 590 Mio. NZ-$ (ca. 340 Mio. €) bis 675 Mio. NZ-$ (ca. 389 Mio. €) belaufen. Diese Zahlen sind noch vorläufig. 2017/18 war erstmals ein Defizit verzeichnet worden, es lag bei 196 Mio. NZ-$ (ca. 113 Mio. €).

Grund für das schlechte Ergebnis sind Fonterra-Geschäftsführer Miles Hurrell zufolge Wertberichtigungen von Unternehmen und Beteiligungen in China, Brasilien, Venezuela, Australien und Neuseeland. Diese werden sich auf bis zu 860 Mio. NZ-$ (495 Mio. €) belaufen.

„Wir sind sicher, dass Landwirte und Anteilseigner von diesen Abschreibungen zu Recht enttäuscht sein werden", erklärte Hurrell. Dies sei aber notwendig, um die Realitäten widerzuspiegeln. Erbekräftigte, dass das operative Geschäft davon nicht beeinträchtigt sei. Der Cashflow sei nach wie vor hoch, die Verschuldung habe sich verringert und die Geschäftsentwicklung im Firmenjahr 2018/19 habe der jüngsten Gewinnprognose entsprochen.

Konsequenz dieser Entwicklung ist, dass das genossenschaftliche Unternehmen erstmals in der Firmengeschichte keine Dividende für Anteilsscheine zahlen wird. Fonterra-Vorsitzender John Morgan erklärte: "Die Nichtzahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2018/19 ist Teil unserer erklärten Absicht, die Schulden des Genossenschaftsunternehmens zu reduzieren, was im langfristigen Interesse aller Beteiligten liegt.“ Der anvisierte Milchpreis für 2018/19 soll dem Unternehmen zufolge nicht gekürzt werden. 

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