Bilanz

RWZ: Agrargeschäft 2019 wieder im Normalmodus


Die RWZ-Zentrale in Köln.
Foto: pio
Die RWZ-Zentrale in Köln.

Für 2018 weist die RWZ einen geringeren Umsatz, aber ein etwas besseres Vorsteuerergebnis aus. Der Agrarbereich hat unter der Sommerdürre gelitten. Der Start ins neue Geschäftsjahr ist erfreulich.

Die Raiffeisen Waren-Zentrale (RWZ) in Köln will ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2019 „deutlich“ verbessern. Das kündigte der Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Köln an. Den Start ins neue Geschäftsjahr bezeichnet Vorstandschef Christoph Kempkes als „ziemlich gut". Der Agrarhandel laufe nach dem Dürrejahr mit geringeren Erntemengen und Logistikstrapazen durch Niedrigwasser wieder im „Normalmodus". Das Düngegeschäft sei „viel besser" gestartet. Erfreulich entwickeln sich die Bereiche Agrartechnik, Saatgut, Weinbau und Kartoffeln.  

Agrarpreise im Seitwärtskorridor

Kempkes rechnet für 2019 mit einer normalen Ernte. Die Preisentwicklung für Agrarrohstoffe sieht er in einem Seitwärtskorridor. Die weitere strategische Ausrichtung besteht in einer weiteren Reduzierung der Kosten. Weiterhin wollen die Kölner „neue Segmente für sich entdecken". Auch für die Zukunft hält der Vorstandschef am Kooperationspfad mit Wettbewerbern fest: „Es wird immer mal wieder punktuelle Allianzen und Kooperationen mit Wettbewerbern geben, weil es sinnvoll ist", so Kempkes.

Im Geschäftsjahr 2018 weisen die Kölner einen Konzernumsatz in Höhe von 2,1 Mrd. € aus, ein Minus von 8 Prozent im Vergleich zu den 2,3 Mrd. € des Vorjahres. Dieser Rückgang ist nach Angaben der RWZ aufgrund der Verschlankung des Geschäftsfeld-Portfolios im Rahmen der Konzernstrategie „PRIO“ zu erwarten gewesen, da die RWZ unter anderem 75 Prozent ihres Mischfuttergeschäfts an die Agravis verkauft hat. Das operative Ergebnis EBT stieg leicht um 0,8 Mio. € auf 5,1 Mio. €. 

Eigenkapitalquote kleiner

Dagegen ging die Eigenkapitalquote von 23,8 Prozent 2017 auf 22 Prozent zurück. Finanzvorstand Joachim Rabe begründet dies mit einem höheren Umlaufvermögen und einer gestiegenen Bilanzsumme, da die Preise für Getreide und Ölsaaten in Folge der schlechten Ernte im vergangenen Jahr höher waren. Der Generalversammlung für 2018 will die RWZ eine Dividende von 2 Prozent vorschlagen.

Umsatzplus bei Saatgut

Der wertmäßige Absatz mit Dünger und Pflanzenschutz fiel 2018 um 8 beziehungsweise 10 Prozent kleiner aus als im Vorjahr. Dafür stieg der Umsatz mit Saatgut um 6 Prozent auf 68 Mio. €. Die Erfassungsmengen an Getreide und Ölsaaten gingen um 10 Prozent gegenüber Vorjahr auf 790.000 t zurück. Die gehandelten Mengen an Getreide und Ölsaaten schrumpften im abgelaufenen Geschäftsjahr um 15 Prozent auf 2,3 Mio. t. Erfreulich entwickelte sich der Bereich Agrartechnik und Autohäuser, in dem die Kölner ein Umsatzplus von 7 Prozent auf 252 Mio. € ausweisen.  Das Kartoffelgeschäft der RWZ wies 2018 ein Umsatzplus von 13 Prozent auf 382 Mio. € aus.


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