Bilanz und Ausblick

Buir-Bliesheimer will mehr Getreide umschlagen


Buir-Bliesheimer hat im vergangenen Jahr 17.400 t an Getreide und Ölsaaten umgeschlagen.
Foto: pio
Buir-Bliesheimer hat im vergangenen Jahr 17.400 t an Getreide und Ölsaaten umgeschlagen.

Die rheinische Primärgenossenschaft rechnet mit steigendem Druck auf die Getreidepreise. Den Schlussspurt und Anschluss an die neue Ernte prognostiziert Buir-Bliesheimer aber als "sportlich".

Aus heutiger Sicht wird im kommenden Wirtschaftsjahr 2019/20 der Druck auf die Getreidepreise in Deutschland wachsen. Das erwartet Peter-Josef Gormanns, geschäftsführender Vorstand der Buir-Bliesheimer Agrargenossenschaft (BBAG) mit Sitz im rheinischen Nörvenich. Die Ernten von Gerste und Weizen sollen wieder auf durchschnittliche Niveaus steigen. Gleichzeitig stehe der EU gerade im Weizenexport erneut harte Konkurrenz aus Russland bevor.

Geringe Mengen freier Ware

Im Arbeitsgebiet der BBAG, das sich im Wesentlichen über die Köln-Aachener Bucht erstreckt, sei nicht mehr viel freie, also nicht vermarktete Ware, verfügbar, schätzt Gormanns die Lage ein. „Der Schlussspurt und der Anschluss an die neue Ernte kann noch sportlich werden“, so der BBAG-Vorstand weiter. Für die neue Ernte ist die Geschäftstätigkeit auf dem aktuell vergleichsweise niedrigen Preisniveau sehr verhalten. Die Landwirte im Arbeitsgebiet der BBAG hätten aber auch zur Hochpreisphase im Dürresommer besonnen reagiert und sich bereits Vorkontrakte gesichert, statt auf weiter steigende Preise zu spekulieren, sagte Gormanns im Gespräch mit agrarzeitung.de.

Die BBAG will im Geschäftsjahr 2019 (Januar bis Dezember) die umgeschlagenen Volumina nach „drei sehr niedrigen Getreideernten“ wieder auf 400.000 t steigern und peilt ein kleines Umsatzplus auf 112 Mio. € an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018 hat die BBAG ihr Ziel eines Ergebnis vor Steuern von rund 1 Mio. € zwar nicht erreicht, sich mit einer Steigerung gegenüber Vorjahr von 250.000 € auf 800.000 € aber „angesichts der mehr als herausfordernden Rahmenbedingungen“ durch die Sommerdürre zufriedenstellend entwickelt, sagt Gormanns.

Der wertmäßige Umsatz stieg 2018 um 7,5 Prozent gegenüber Vorjahr auf 107,5 Mio. €. Im größten Bereich, dem Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen weist die BBAG einen Umsatz von 40,2 (Vorjahr: 35,1) Mio. € aus. Der mengenmäßige Absatz umfasste 230.000 t, das sind 5.000 t mehr als im Vorjahr. Während der Umschlag von Getreide und Ölsaaten um 17.400 t zulegte, gingen die Volumina bei Kartoffeln leicht und bei Gemüse um ganze 40 Prozent zurück aufgrund der Dürre.

Mehr lesen Sie in der neuen Ausgabe der agrarzeitung (az) am Freitag, 5. April.

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