Bio-Getreideerfassung

Baywa stellt Agrarstandort in Heilbronn um


 Landwirte können ab sofort an einem Agrarstandort der Baywa in Heilbronn Bio-Getreide anliefern. Für das Unternehmen ist das in der Region eine Premiere. 

Der Baywa Agrarstandort in Heilbronn erfasst ab sofort auch Bio-Getreide. Der Betrieb ist damit der erste Baywa Standort in Württemberg, der für die Erfassung von ökologisch produzierten Agrarerzeugnissen zertifiziert ist. Die Silo-Kapazität beträgt laut Unternehmen 4.000 t. Konventionell erzeugte Ware werde weiterhin wie bisher im zweiten Baywa Agrarbetrieb in Heilbronn erfasst.

„Mit ihrer Lager- und Logistikleistung und dem Zugang zu unterschiedlichen Märkten ist die Baywa ein wichtiges Bindeglied zwischen Nachfrage und Angebot im Agrarbereich. Für Öko-Landwirte ergeben sich daraus vorteilhafte Vermarktungsaussichten“, sagt Gerd Mezger, Spartengeschäftsführer Agrar in Württemberg. Reiner Faber, der den Agrarstandort in Heilbronn leitet, bestätigt: „Öko-Landwirte haben bei uns bereits aktiv nach Erfassungsmöglichkeiten nachgefragt, vor allem Lagerplatz ist rar.“

Nicht immer eignen sich Agrarstandorte so gut für die Umstellung auf öko wie in Heilbronn, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Da konventionell erzeugtes Getreide und Öko-Getreide zwar in der gleichen Straße, aber räumlich zirka 500 Meter getrennt erfasst werden, bestehe keine Gefahr der Durchmischung, auch nicht durch Staub. Etwas mehr Aufwand erfordere die Öko-Getreideerfassung bei der Annahme: Muss im konventionellen Bereich eine Rückstellungsprobe gezogen werden, sind es im Öko-Bereich drei.

Die ersten Getreidemengen aus der diesjährigen Ernte wurden bereits Anfang Juli in Heilbronn erfasst. Angenommen werden Weizen, Gerste, Hafer und Dinkel, aber auch Ölsaaten wie Raps und Soja. Die Ware muss entweder die Kriterien des EU-Bio-Siegels erfüllen oder während der zwei- bis dreijährigen Umstellungsphase von konventionell auf Bio produziert worden sein.

 

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