Bioenergie

Biogas-Riese in Penkun produziert weiter


In Penkun, im Nordosten Deutschlands nahe der polnischen Grenze, wird Strom aus Bioenergie erzeugt. Das soll - trotz Dürre auch so bleiben.
Foto: jst
In Penkun, im Nordosten Deutschlands nahe der polnischen Grenze, wird Strom aus Bioenergie erzeugt. Das soll - trotz Dürre auch so bleiben.

Die Dürre hat die Teller-Tank-Diskussion wieder erfacht - auch wenn es bei Mais vornehmlich um den Futtertrog gehen wird. Eine der größten Anlagen in Europa will die Stromerzeugung aufrechterhalten.

"Noch ist es zu früh, eine zuverlässige Prognose über die Maisernte im Einzugsgebiet unserer Anlage abzugeben", sagte Burkhard Heidler, Mitglied der Geschäftsleitung der Nawaro Bioenergie GmbH in Krackow bei Penkun. Die Anlage steht im Nordosten Deutschland, nahe der polnischen Grenze. Als Ausgangsmaterial für die Biomethanerzeugung wird ausschließlich Mais aus der näheren Umgebung verwendet, daraus erzeugt wird elektrische Energie, die in das regionale Stromnetz eingespeist wird.

Hohe wirtschaftliche Bedeutung für die Region

Gut 350.000 t Maissilage jährlich benötigt die Anlage in der strukturschwachen und nahezu viehlosen Region. Als Wirtschaftsfaktor war die Anlage seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 2008 immer von großer Bedeutung, so Heidler. Und das soll sie auch bleiben, betont er. Zwar sei zu erwarten, dass nach diesem trockenen Sommer die Ernte bei den zuliefernden Landwirten in Mecklenburg-Vopommern sowie in Polen geringer ausfallen werde, doch verfügten sie auch noch über Reserven aus den vergangenen Jahren.
„Entgegen anderslautender Berichte hat es immer wieder mal lokale Regenfälle gegeben“
Burkhard Heidler, Geschäftsleitung Nawaro Bioenergie, 
Daher sei überhaupt nicht vorgesehen, die Leistung der 20-Megawatt-Anlage zu verringern. Man sei zuversichtlich, dass vor Beginn der Maisernte in den kommenden Wochen auch noch weitere Biomasse heranwachsen werde. Auch treffe entgegen anderslautender Berichte nicht zu, dass das Gebiet im Nordosten in den vergangenen Monaten vollständig ohne Niederschläge geblieben sei. So habe es immer wieder lokale Regenfälle gegeben, besonders auf der polnischen Seite. Derzeit würden Untersuchungen zu Menge und Qualität der heranwachsenden Maisbestände vorgenommen. Wann mit der Ernte begonnen werde, sei noch nicht klar. 
  

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