Bioethanol

Bioethanolwerke produzieren weniger


Die Bioethanolwerke in Deutschland haben weniger Rohstoffe verarbeitet. Für das laufende Jahr erwartet die Branche jedoch eine positive Entwicklung.

Die Produktion von Bioethanol aus Industrierüben, Futtergetreide sowie Reststoffen und Abfällen in Deutschland erreichte im vergangenen Jahr rund 673.000 t. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr 2016 einem Rückgang um 8,8 Prozent. Ebenso sank der Verbrauch, allerdings lediglich um knapp 2,0 Prozent auf rund 1,15 Mio. t. Im Gegensatz zum rückläufigen Verbrauch von Bioethanol aus Deutschland, nimmt der Absatz von Super E10 zu. Verglichen mit dem Vorjahr 2016 legte der Absatz von 2,3 Mio. t auf 2,4 Mio. t zu.

Verbrauch soll anziehen

Für das laufende Jahr erwartet der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft eine positive Entwicklung beim Bioethanolverbrauch. Der Verband begründet dies mit einer Verpflichtung der Mineralölunternehmen zur Minderung der Treibhausgasemissionen aller Kraftstoffe, die Anfang des Jahres 2017 angehoben wurde. Ziel der Bundesregierung ist es, die Treibhausgasemissionen hierzulande bis 2030 im Vergleich zu 1990 um mehr als 50 Prozent zu reduzieren.
Allerdings gibt es kritische Stimmen, die betonen, die Klimaschutzpläne seien nur noch erreichbar, wenn alle Lebensbereiche mittels Strom aus erneuerbaren Quellen elektrifiziert sein werden. Das beginnt beim Beheizen von Gebäuden mit elektrischen Wärmepumpen und endet bei batteriebetriebenen Autos.

Für die Produktion von Bioethanol verwenden die Bioethanolwerke rund ein Drittel der pflanzlichen Rohstoffe. Der Rest fließt in die Verarbeitung zu Eiweißfuttermittel aus Getreide, Kraftfutter aus Industrierüben und sonstige Produkte für die Lebens- und Futtermittelindustrie wie beispielsweise biogene Kohlensäure und Gluten.

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