Bioethanol

Cropenergies mit Gewinneinbruch


Im Werk Zeitz wird Getreide zu Bioethanol verarbeitet
Foto: Martin Jehnichen
Im Werk Zeitz wird Getreide zu Bioethanol verarbeitet

Einen schwachen Start erwischt der Bioethanolhersteller Cropenergies im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2018/19. Zeitweise war Benzin billiger als Ethanol.

Von März bis Mai 2018 reduzierte sich der Umsatz der Mannheimer Cropenergies AG um 17 Prozent auf 192 Mio. € (Vorjahr: 231). Das Ebitda erreichte mit 14 Mio. € weniger als die Hälfte des Vorjahreswertes. Im Vorjahreszeitraum lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen noch bei 33 Mio. €. Entsprechend sank das operative Ergebnis auf 5 (Vorjahr: 24) Mio. €.
Als Grund nennt das Mannheimer Unternehmen einen deutlich unter Vorjahr liegenden Ethanolpreis, der zeitweise unterhalb des Benzinpreises lag. Entsprechend wurde die Produktion um 8 Prozent auf 257.000 Kubikmeter Ethanol reduziert. Das Nettofinanzguthaben verbesserte sich im 1. Quartal allerdings auf 41 Mio. €.

Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres rechnet Cropenergies mit einer Verbesserung der Ethanolpreise und in Folge der Ergebnisse. Für das gesamte Geschäftsjahr 2018/19 (März/Februar) wird ein Umsatz von 810 bis 860 Mio. € und ein operatives Ergebnis von 25 bis 55 Mio. € erwartet. Die Südzucker-Tochtergesellschaft produziert im Jahr rund 1,3 Mio. Kubikmeter Ethanol.

Hoffnung schöpft das Unternehmen aus den EU-Beschlüssen zur Bioenergie, dass auch nach 2020 Bioethanol aus Getreide verkauft werden kann. Mit der Beibehaltung erneuerbarer Kraftstoffe aus lokal erzeugter Anbaubiomasse und mit der Zielsetzung, die Nutzung von abfallbasierten Kraftstoffen auszubauen, ergeben sich Chancen für die Branche, teilt Cropenergies mit. Voraussetzung sei jedoch, eine rasche Umsetzung der Brüsseler Beschlüsse in den EU-Mitgliedsstaaten.

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