Ein Forschungsprojekt hat sich der Frage gewidmet, wie lange Biogasanlagen mit frisch geernteten Rüben versorgt werden können. Die gute Nachricht: Zusätzliche Lagerkapazitäten sind nicht notwendig.

Eignen sich Rüben, die über einen längeren Zeitraum am Feldrand lagern, für die Biogasanlage? Dies hat der Rheinische Rübenbauer-Verband in einem vom Landwirtschaftsministerium NRW geförderten Forschungsprojekt untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich frische Rüben sehr gut über einen Zeitraum von sieben Monaten in Biogasanlagen einsetzen lassen. Sie können daher Anteile anderer Substrate wie Mais ersetzen, ohne dass größere Investitionen in Lagerkapazitäten getätigt werden müssen. Eine verlust- und beschädigungsarme Ernte vorausgesetzt, bestätigten die Versuche das hohe Potential der Zuckerrüben, deren Methanerträge zum Erntetermin auf den beprobten Flächen zwischen 6.800 m³/ha und 8.400 m³/ha lagen. Auf geeigneten Standorten lagen die variablen Anbaukosten der Zuckerrüben je t Substrat bereits ab September unter denen von Mais.

Die Versuche wurden an zwei Standorten im Rheinland über zwei Jahre durchgeführt. Der Ertragsverlauf von Rüben wurde ab Mitte August bis Ende November ermittelt, anschließend wurde die weitere Entwicklung während der Feldrandlagerung bis Mitte März dokumentiert. Die Rüben sind in regelmäßigen Abständen auf Trockenmasse-, Zucker- und Gaserträge untersucht worden. Verfahrenskosten wurden über den gesamten Zeitraum bewertet.

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