Brasilien

KWS investiert in Maismarkt


Die KWS-Zentrale in Einbeck
KWS
Die KWS-Zentrale in Einbeck

Der Saatzüchter rechnet mit weiter steigendem Maisanbau in Brasilien und will von dieser Entwicklung profitieren. Dazu greift das Unternehmen jetzt tiefer in die Taschen.

Die KWS Saat SE hat ehrgeizige Pläne für den Maismarkt in Brasilien: Bislang hält das Saatzuchtunternehmen mit Sitz in Einbeck einen Marktanteil bei Maissaatgut in Brasilien von rund 7 Prozent. In „spätestens zehn Jahren“ soll dieser Marktanteil auf 15 Prozent anwachsen, teilte der für das Maisgeschäft zuständige Vorstand Hagen Duenbostel mit. Um dieses Ziel zu erreichen, investieren die Einbecker jetzt rund 10 Mio. € in den Standort Patos de Minas rund 300 km südlich der Hauptstadt Brasilia, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Damit wurde die jährliche Produktionskapazität von 900.000 auf rund 2 Millionen Einheiten vergrößert.

Fläche erreicht 20 Millionen Hektar

KWS ist seit der Übernahme des brasilianischen Unternehmens Riber in Brasilien aktiv. Der drittgrößte Maismarkt der Welt weckt strategische Fantasien in Einbeck: „Wir sehen erhebliches Wachstumspotenzial und bereiten uns darauf vor, dieses langfristig zu erschließen. Ich gehe davon aus, dass die Anbaufläche in Brasilien in den nächsten acht bis zehn Jahren auf mehr als 20 Millionen Hektar steigen wird“, sagt Duenbostel.

Weitere Bestandteile der Brasilien-Strategie sind  laut KWS neue genetische Eigenschaften, um Pflanzen beispielsweise vor Insekten zu schützen. Mittelfristig wollen die Einbecker auch in Brasilien ein weiter wachsendes Portfolio neuer Hochleistungshybride anbieten: „KWS verfügt über eine volle Züchtungspipeline und plant, in den kommenden Jahren viele neue proprietäre Maishybriden auf den Markt zu bringen“, so Duenbostel.

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