Der Fleischkonzern BRF verkauft Geschäftsteile an den US-Konkurrenten Tyson. Mit dem Geld sollen Schulden abgebaut werden.

BRF hat seine Werke in Europa und Thailand an die Tyson International Holding Company verkauft. Wie das Unternehmen mitteilt, haben die Brasilianer dafür umgerechnet 340 Mio. US-Dollar erhalten. Mit den Verkäufen in Europa, Thailand und auch schon zuvor in Argentinien trennt sich BRF von 16 Werken, Immobilien und Minderheitsbeteiligungen. Damit erreicht soll das Unternehmen eine Summe von knapp 1 Mrd. Euro erlösen. Nach Abschluss der Transaktionen will sich BRF auf die Geschäfte in seinem Heimatmarkt und im Nahen Osten konzentrieren. 

Vier Verarbeitungsanlagen in Thailand, eine in den Niederlanden und eine in Großbritannien gehen mit dem Deal an Tyson. Zu den vertikal integrierten Geflügelbetrieben in Thailand gehören eine Futtermühle, Brütereien, Züchterfarmen und Vertragsanbaubetriebe, die lebende Vögel für die vier Geflügelverarbeitungsanlagen liefern.


Exportverbot
Infolge des eines Fleischskandals im Jahr 2017 war BRF in Turbulenzen geraten. Firmen hatten verdorbene Ware umetikettiert, teilweise gestreckt und mit Chemikalien bearbeitet. Gegen 21 Unternehmen wurde damals ein Exportverbot verhängt.

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