Bundesnetzagentur

EEG schüttet 24,4 Mrd. Euro an Energiewirte aus

Niedersachsen erzeugt den meisten Ökostrom. Bayern allerdings streicht die größte Fördersumme ein.

Die Zahlungen an alternative Stromproduzenten betrugen 2016 rund 24,4 Mrd. Euro. Mit 10,2 Mrd. € an Födergeldern aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erfährt der Solarstrom die größte Unterstützung. Auf Platz zwei folgt die Förderung von Energie aus Biomasse mit knapp 7 Mrd. €. Die Windenergie an Land erhielt Zahlungen über 4,7 Mrd. €. Das geht aus den neuesten Zahlen der Bundesnetzagentur für das Jahr 2016 hervor.

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In Niedersachsen wird mit 25,7 Terawattstunden der meiste Ökostrom erzeugt. Allerdings erhält Bayern die meiste Förderung, obwohl der Freistaat mit 24,6 Terawattstunden weniger Strom liefert. Das liegt an der unterschiedlichen Zusammensetzung des erzeugten Ökostroms. Die Bayern gewinnen mehr Strom aus der höher vergüteten solaren Strahlungsenergie. Das süddeutsche Bundesland erhielt insgesamt 5,4 Mrd. €. Niedersachsen speist dagegen am meisten Energie aus der geringervergüteten Windenergie ein. Niedersachsen erhielt 2016 eine Ökostromvergütung von rund 3,5 Mrd. €.

Insgesamt gibt es in Deutschland 1,673 Mrd. EEG-Anlagen. Solarstrom macht mit 1,623 Mrd. Anlagen den größten Anteil aus. Darüber hinaus gibt es knapp 27.000 Windmühlen an Land und auf See sowie 14.367 Biomasse-Anlagen.

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Der Bericht enthält auch erstmals Statistiken zu den Ausschreibungen. Der Zubau bei den Biomasseanlagen fällt erwartungsgemäß dünn aus. In der ersten Gebotsrunde im September 2017 wurde für 24 Anlagen der Zuschlag über eine Leistung von 27,5 MW erteilt. Der Löwenanteil bei der Biomasse ging mit 14 MW nach Bayern.




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