BVE-Barometer

Exportklima hellt sich auf


Die Unternehmen der deutschen Ernährungsindustrie blicken überwiegend optimistisch auf das Ausfuhrgeschäft. Eine Ausnahme bilden die Bier-Exporteure.

Das Exportklima der Ernährungsindustrie hat sich im Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Das belegt das aktuelle Exportbarometer, dass die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC im Auftrag der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE) erstellt hat. Der Saldo aus aktueller Geschäftslage und den Geschäftserwartungen legte demnach im Vergleich zum Vorjahr um 5 Punkte auf 46 Punkte zu.

Die Stimmungslage für das Exportgeschäft hellte sich in nahezu allen Teilbranchen auf. Besonders die Hersteller von Feinkost und Fertiggerichten, Ölen, alkoholfreien Getränken und Süßwaren profitierten. Allein bei den Bier-Exporteuren setzte sich laut Barometer der Stimmungseinbruch fort.

Frankreich, USA und China weit vorn

Von den weltweit 18 wichtigsten Zielmärkten haben derzeit aus Sicht der Unternehmen Frankreich, die Niederlande, die Schweiz, Österreich, Italien, die USA und China die größte Bedeutung. Die Absatzerwartungen für die kommenden sechs Monate sind für die wichtigsten Zielmärkte überwiegend konstant. Die Mehrheit der befragten Lebensmittelexporteure erwartet lediglich für China, Japan, Norwegen, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate eine steigende Absatzentwicklung.

Insgesamt sank im Dezember 2017 im Vergleich zum Vorjahr der Anteil derjenigen Lebensmittelhersteller um 5 Prozentpunkte, der angab, in Länder außerhalb des EU-Binnenmarktes zu exportieren. In vielen Exportmärkten der Ernährungsindustrie außerhalb des EU-Binnenmarktes erschweren oder verhindern Handelshemmnisse den Marktzugang. Für die Mehrzahl der Unternehmen haben diese Handelshemmnisse einen Anteil an den Exportkosten von bis zu 10 Prozent.

 

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