Coronakrise

Zweiter Betrieb in Bayern betroffen


Foto: da

Auf einem weiteren Betrieb im bayerischen Mamming ist es zu einem Ausbruch des Coronavirus gekommen. Der Gemüsehof hat 400 Arbeitskräfte.

Insgesamt 43 Saisonarbeitskräfte haben sich in einem zweiten Betrieb im niederbayerischen Mamming mit dem Coronavirus infiziert, teilt der Bayerische Rundfunk (BR) mit. Es handelt sich vor allem um Frauen. Nach den Worten von Landrat Werner Bumeder seien sie in einem Wohnpark isoliert worden.

Betroffen ist ein Betrieb, der Gemüsekonserven herstellt. Er befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem Betrieb in Mamming, auf dem sich vor gut einer Woche insgesamt 232 Erntehelfer mit dem Coronavirus infiziert hatten. Die jetzt infizierten Frauen waren nicht als Erntehelfer, sondern als Verarbeiterinnen tätig, erklärte der Geschäftsführer des betroffenen Betriebs dem BR. Von den positiv Getesteten sind mittlerweile drei in einem Krankenhaus in Quarantäne. Die übrigen Infizierten wurden mit Bussen vom Wohnpark in geschlossene Unterkünfte gebracht. Dort werden sie medizinisch betreut und mit Lebensmitteln versorgt. Personen, mit denen sie Kontakt hatten, sind ebenfalls separat in dem Wohnpark untergebracht.

Der Wohnpark ist laut dem Geschäftsführer der Konservenfirma eine "ordentliche Unterkunft", mit Nasszellen ausgetattet und hygienisch sauber. In dem Betrieb sind insgesamt 400 Saisonkräfte beschäftigt, fast alle aus Rumänien. Viele seien schon zehn Jahre oder länger dabei, so der Geschäftsführer.

Nach dem massiven Corona-Ausbruch auf dem ersten Gemüsehof in Mamming hatten die Behörden alle Saisonarbeitskräfte der 26 Betriebe im Landkreis getestet. In 24 Betrieben mit insgesamt 4.000 Mitarbeitern wurden keine weiteren Infektionen festgestellt.

 

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