Dänemark

Staatliches Tierwohl-Siegel für Masthühner gut gestartet


Die Anzahl aufgedruckter Herzen gibt Aufschluss über die Haltungsanforderungen.
Foto: Dänisches Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung
Die Anzahl aufgedruckter Herzen gibt Aufschluss über die Haltungsanforderungen.

Das auf Hühnerfleisch erweiterte dreistufige staatliche Tierwohlsiegel kommt bei den dänischen Verbrauchern offenbar gut an. Das teilt das Landwirtschaftsministerium mit.

Rund ein halbes Jahr nach seiner Markteinführung sind nach Angaben des Kopenhagener Agrarressorts bereits 1 Millionen Packungen mit dementsprechend zertifizierten Kühlprodukten verkauft worden, teilt der Nachrichtendienst Agra Europe mit. Für Landwirtschaftsminister Jakob Ellemann-Jensen ist das aber erst der Anfang.

Ellemann-Jensen verwies auf eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov, laut der rund 70 Prozent aller Teilnehmer angegeben hätten, dass sie höhere Preise für Geflügelfleisch akzeptieren würden. Voraussetzung dafür sei, dass die Hühner unter besonders tierwohlgerechten Bedingungen aufgezogen und gemästet worden seien.

Das im Mai 2017 in Dänemark im Handel gestartete staatliche Tierwohlsiegel wurde im November vorigen Jahres auf Hühnerfleisch ausgedehnt. Das Label informiert die Verbraucher mit ein, zwei oder drei Herzen über die Haltungs- und Tierwohlbedingungen der Masthähnchen während deren Zeit im Stall und auf dem Weg zur Schlachtung. Um sich für die erste Stufe des Siegels zu qualifizieren, müssen die teilnehmenden Betriebe bei der Mast auf langsam wachsende Rassen setzen und den Tieren mehr Platz zur Verfügung stellen als gesetzlich vorgeschrieben. Zudem werden eine bessere Kontrolle der Fußballen auf krankhafte Veränderungen sowie kürzere Transportzeiten verlangt.

Für die Auszeichnung des Fleisches im Laden mit „zwei Herzen“ muss laut Agrarressort zusätzlich jedem Tier noch mehr Platz eingeräumt werden; ferner werden Beschäftigungsmaterial und ballaststoffreiche Fütterung beziehungsweise eine Frischluftzufuhr verlangt. In der Stufe drei sind die Halter verpflichtet, den Masthühnern nochmals mehr Fläche, einen attraktiven Außenbereich mit Bäumen oder Sträuchern sowie noch bessere Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

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