Salmonellen

Weitere Funde bestätigt

Das Agrarministerium in Kiel meldet weitere Funde von Salmonellen in mehlförmigen Mischfuttermitteln. Die Kieler Ölmühle RÖV hatte mit Salmonellen belastete Rapsexpeller ausgeliefert.

Seit Bekanntwerden von verunreinigtem Rapsschrot aus der Kieler Ölmühe Ende Dezember wurden 72 Rückstellmuster von mehlförmigen Mischfuttermitteln untersucht. In fünf Fällen wurden Salmonellen nachgewiesen. Trotz der 67 negativen Ergebnisse ordnete das Ministerium an, dass alle mehlförmigen Mischfuttermittel unabhängig vom Untersuchungsbefund der Rückstellmuster von den landwirtschaftlichen Betrieben zurückgeholt und ausgetauscht wurden.

Wie das Ministerium mitteilte, wurden 77 Rückstellproben der Futtermittelreihe 'RaPass überprüft'. Das Einzelfuttermittel 'RaPass' ist ein Spezialfuttermittel auf der Grundlage von Rapsexpellern, das einer besonderen Hitzebehandlung unterzogen wird. Es wird vorwiegend zur Fütterung von Kühen eingesetzt. In zwei Fällen wurden Salmonellen nachgewiesen. Diese Lieferungen vom 14. November und vom 21. Dezember 2017 sind gesperrt und die Rückholung von den beiden belieferten Betrieben wurde angeordnet.

Insgesamt wurden nach derzeitigem Stand 75 landwirtschaftliche Betriebe mit Futtermitteln beliefert, die als „nicht sicher“ bewertet sind; diese Futtermittellieferungen wurden gesperrt. Weitere Untersuchungen zur Ursache laufen derzeit.
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