DBV-Konjunkturbarometer

Stimmung bleibt gedämpft


Deutsche Landwirte bleiben zurückhaltend, was die wirtschaftliche Situation in den Betrieben betrifft. Das zeigen Ergebnisse des aktuellen DBV-Konjunkturbarometer Agrar für den Monat Dezember.

Im Vergleich zum Herbst habe sich die aktuelle Stimmung der Landwirte zwar etwas verbessert, die Zukunftserwartungen hingegen fallen verhaltener aus als im September 2018, so der DBV. Gleichzeitig ergebe sich aus dieser repräsentativen Umfrage, nach dem für viele Betriebe schwierigen Sommer, eine verbesserte Liquiditätslage und eine wieder ansteigende Investitionstätigkeit. 

Aktuell ist der Index des Konjunkturbarometers Agrar gegenüber der vorangegangenen Erhebung aus September 2018 von 23,4 Punkten auf 23,9 Punkte kaum verändert. Der aktuelle Indexwert liegt damit um 0,7 Punkte höher als im Dezember 2017, aber immer noch erheblich unter den relativ hohen Werten aus der Zeit von 2011 bis 2014. In der Spitze wurden seinerzeit gut 36 Punkte erreicht. Der Indexwert fasst die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zusammen. 

Das prägt die Stimmung der Landwirte
Neben den vielfach enttäuschenden Ernteergebnissen wirken sich vor allem niedrigere Schweine- und Rinderpreise sowie gestiegene Energie-, Dünge- und Futtermittelpreise weiterhin negativ auf die Stimmungslage in den Betrieben aus. Gestiegene Getreidepreise hingegen haben eine positive Wirkung auf die Lageeinschätzung der Betriebe. Die Entwicklungen auf dem Milchmarkt werden unverändert kritisch gesehen. Ein besonders belastender Einfluss geht weiter von den Pachtpreisen aus. Relativ positiv werden hingegen die Kapitalmarktzinsen und Leasing-Konditionen beurteilt.

Etwas mehr Liquidität und mehr Investitionswillen

Die Liquidität der Betriebe hat sich laut DBV gegenüber September wieder etwas verbessert. Grund seien vor allem die im Dezember ausgezahlten Betriebsprämien, die im Durchschnitt der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland etwa 10 Prozent der Umsatzerlöse ausmachen. Der Anteil der Landwirte, der die aktuelle betriebliche Liquidität als angespannt bewertet, sei allerdings im Osten Deutschlands mit 30 Prozent als Folge der dort stark ausgeprägten Dürreschäden sehr hoch. 

Die Investitionsplanungen der Landwirte für die kommenden sechs Monate haben im Dezember gegenüber der vorangegangenen Erhebung etwas zugenommen. 34 Prozent der Landwirte wollen in dieser Zeit investieren; vor einem Jahr waren es 32 Prozent. Das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen liegt mit 4,3 Mrd, € leicht über dem entsprechenden Vorjahresstand. Das relativ hohe Niveau der Jahre 2013 und 2014 mit geplanten halbjährlichen Investitionsvolumina von gut 6 Mrd. € werde allerdings auch hier bei Weitem nicht erreicht. 

Investitionen fließen in Hof- und Stalltechnik
Vom aktuell geplanten Investitionsvolumen in Höhe von 4,3 Mrd. € entfallen auf den Bereich Ställe und Stalltechnik 2,3 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Plus von 0,2 Mrd. €. Vor allem in Hof- und Stalltechnik wird mehr investiert, während das geplante Investitionsvolumen für Wirtschaftsgebäude rückläufig ist. Mit 1,1 Mrd. € fallen die vorgesehenen Maschineninvestitionen im Jahresvergleich um 0,4 Mrd. € höher aus.

Themen:
DBV Stimmungslage

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