Dokumentation

NRW lässt Gülle-Sensor zu


Gülle-Fahrzeuge lassen sich mit einer Nährstoffmessung nachrüsten, beispielsweise mit dem VAN-Control 2.0 von Zunhammer.
Werkfoto
Gülle-Fahrzeuge lassen sich mit einer Nährstoffmessung nachrüsten, beispielsweise mit dem VAN-Control 2.0 von Zunhammer.

Die digitale Düngetechnik ist in den Amtsstuben angekommen. NRW erkennt als erstes Bundesland Nährstoff-Sensoren als Gehaltsnachweis der Inhaltsstoffe an.

Für eine präzise Ausbringung von Wirtschaftsdüngern wird der Einsatz von Sensoren empfohlen. Allerdings hat der Gesetzgeber bisher die elektronische Datenerfassung von Nährstoffen zur Dokumentation nicht berücksichtigt. Erstmals hat nun das Land NRW bei flüssigen Wirtschaftsdüngern die Ermittlung des Nährstoffgehaltes mittels NIR-Sensortechnik gemäß DLG-Zertifizierung anerkannt. So steht es in den Mitte November veröffentlichten Vollzugshinweisen für die Umsetzung der Düngeverordnung in NRW.

Voraussetzung für eine Anerkennung  ist die regelmäßige Aktualisierung der Kalibration nach Herstellervorgaben wie zum Beispiel ein jährlicher Wartungsvertrag, heißt es in den Vollzugshinweisen. Zu dokumentieren sind neben den gemessenen Nährstoff- und Trockensubstanz-Gehalten die Wirtschaftsdüngerart, die Aufbringmenge, der Sensortyp und das Kalibrationsmodell. Empfohlen wird bei Einsatz der NIR-Technik eine schlagspezifische Ermittlung und Dokumentation der Aufbringmenge und Nährstoffgehale einschließlich Trockensubstanz-Gehalt. Ferner heißt es in dem entsprechenden Absatz der Verordnung: Können über NIRS-Technik einzelne verpflichtend vorgebene Parameter wie Phosphat nicht ermittelt werden, ist der fehlende Wert über Probenahme und Nährstoffgehalte einschließlich TS-Gehalt zu ermitteln.

Hersteller bieten Nachrüst-Kit an

Gülletechnik-Hersteller wie Zuhammer bieten elektronische Messinstrumente von Gülle und Substraten an. Diese dürfen nun zur Dokumentation eingesetzt werden. Die Nährstoffsensoren werden in neuen Tankwagen und Gülle-Selbstfahrern verbaut, können aber auch in die bestehende Güllelogistik einbaut werden, teilt Zunhammer mit. Je nach Ausstattung der vorhandenen Technik besteht das „Nachrüst-Kit“ aus dem Nährstoffsensor VAN-Control 2.0 und wird durch W-Lan und Bluethooth ergänzt. So lassen sich beispielsweise „Tablet“-Computer zur Steuerung und Dokumentation des Systems einsetzen. Durch diese flexible Handhabung erreicht das Einsatzspektrum die gesamte Güllelogistik: gezogene Tankwagen und Gülleselbstfahrer aller Fabrikate, Zubring-Tankwagen oder LKW-Gespanne, Pumpstationen, Verschlauchungsanlagen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats