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Digitalisierung in der Landwirtschaft: Wie eine leistungsstarke Software-Infrastruktur Agrar-Unternehmen voranbringt


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In kaum einer Branche erschien die Etablierung digitaler Vertriebs-, Marketing- und Serviceprozesse lange Zeit so unwahrscheinlich wie in der Agrarbranche. Geprägt von körperlicher und manueller Arbeit im Freien, auf Feldern oder in Ställen, setzt die Landwirtschaft ganz andere Prioritäten, wenn es um das Thema Digitalisierung geht: Zum Beispiel gab es bereits frühzeitig, nämlich schon in den 1990ern, Melkroboter in vielen Betrieben, mit denen manuelle Melkvorgänge ersetzt und dadurch viel Zeit für Landwirte geschaffen wurde. Zeit, die beispielsweise in die Pflege der Tiere investiert werden konnte. Seither halten in der ganzen Branche zukunftsweisende Technologien und innovative Disziplinen Einzug. Vor allem in der Landtechnik steht die Digitalisierung hoch im Kurs. »Deep Learning« und »Internet of Things« (IoT) werden heute in ersten kommerziellen Produkten eingesetzt. So helfen z.B. Smartphone-Apps bei der Bestimmung von Pflanzenkrankheiten und Unkräutern. Auch automatisierte Robotik-Lösungen können käuflich erworben werden und bieten großen Mehrwert für den Nutzer (z.B. Unkrauthacken in Reihenkulturen). Mit Blick auf die zahlreichen Vorteile, die durch die Anwendung digitaler Lösungen in allen möglichen Bereichen erzielt werden, setzen immer mehr Landwirte und Unternehmen auf deren Einsatz, um so Mittel und Ressourcen effizienter einzusetzen und effektiver zu wirtschaften.

Digitalisierung in der Landwirtschaft: Wo Tradition und Zukunft verschmelzen

Digitalisierung in der Agrarbranche umfasst heute weit mehr als nur Feldbewirtschaftung und Stallhaltung. Auch Bestellprozesse und die Beziehung zwischen Endkunden und Anbietern bzw. Lieferanten für landwirtschaftliche Betriebsmittel werden hybrider. Denn, was Kunden aus dem Privaten kennen, erwarten sie auch im Geschäftlichen: Heute Produkte online bestellen, morgen erhalten und im Nachgang zusätzlich gut beraten sein. Positive Erfahrungen rund um das Online-Erlebnis machen inzwischen auch in der Agrarbranche den Unterschied, mehr noch als der bloße Blick auf den Preis.

Große, namhafte Hersteller und Lieferanten haben das erkannt und darauf reagiert. Themen wie E-Commerce, zeitgemäße Kundenbeziehungen und die Digitalisierung interner Prozesse für ein effizienteres Arbeiten sind in vielen Unternehmen angekommen, so auch beim Onlinehändler myAGRAR. Das norddeutsche Unternehmen ist Teil der ATR Gruppe.

Seit 2017 bietet myAGRAR eine E-Commerce-Plattform, auf der aus einem großen Sortiment an Pflanzenschutz, Agrartechnik und Futtermittel sowie Dünger, Saatgut oder Arbeitsschutz bestellt werden kann. Doch mit wachsender Beliebtheit und der damit verbundenen höheren Auslastung der Systeme, stieß die bis dato verwendete E-Commerce-Lösung schnell an seine Grenzen. Im Rahmen eines von dotSource geführten Systemauswahlprozesses, der die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie Bedürfnisse und Wünsche verschiedener Stakeholder berücksichtigte, entschied sich myAGRAR für Magento 2 als exzellente Shopsoftware und Microsoft Azure als Cloud-Services-Dienstleister. Mit Magento 2.4 führte myAGRAR ein Enterprise-Shopsystem ein, das multimandantenfähig ist, denn perspektivisch betrachtet, sollen auch weitere Commerce-Kanäle entwickelt werden können.

Neben der Basis für erfolgreichen E-Commerce stand auch die Modernisierung und Optimierung der Kundenkommunikation als Meilenstein auf der Digitalisierungsagenda des Unternehmens. In diesem Sinne entschied sich myAGRAR dazu, die Salesforce Sales Cloud – ein Kundenbeziehungsmanagement-System (engl. Customer-Relationship-Management-System, kurz CRM) des CRM-Marktführers Salesforce – und das dazugehörige Marketing-Automation-System (Pardot) einzuführen. Durch diese beiden Software-Lösungen bieten sich dem Onlinehändler für den landwirtschaftlichen Bedarf nun völlig neue Möglichkeiten, die Beziehung zu seinen Kunden zu gestalten: Kundendaten werden übersichtlich in einem System abgelegt, auf das die Mitarbeitenden aus allen Abteilungen Zugriff haben. Mit diesen Daten lassen sich Kunden konsistent und personalisiert auf allen Kanälen (Newsletter, Social Media usw.) ansprechen und beraten. Diese Kommunikation kann mittels trackbarer Daten wie Öffnungs- oder Klickraten ausgewertet und entsprechend darauf reagiert werden, beispielsweise mit sogenannten A/B-Testings.

Durch das Zusammenspiel aller Maßnahmen können die Umsätze im Shop gesteigert und eine höhere Kundenzufriedenheit generiert werden.


Mit guter Digitalisierung die Zukunft des Landhandels nachhaltig vorantreiben

In der gesamten Projektarbeit vertraute myAGRAR auf die Leistungen der Digitalagentur dotSource. Hierzu gehörten neben der Beratung die Auswahl der passenden E-Commerce-Software, ebenso die Migration des Onlineshops auf Magento 2. Im zweiten Projektteil übernahm dotSource für myAGRAR die Konfiguration und Implementierung der Salesforce Sales Cloud, inklusive einer Marketing-Automation-Lösung.