Digitalisierung

Ulmer starten Projekt „Beiselen 2.0“


Viele digitale Lösungen entstehen aktuell im Agrarhandel. Beiselen ist jetzt auch mit von der Partie.
Bild: Pixabay / Geralt
Viele digitale Lösungen entstehen aktuell im Agrarhandel. Beiselen ist jetzt auch mit von der Partie.

Eine digitale Brücke vom privaten Handel zum Landwirt will die Beiselen GmbH schlagen. Dazu hat das Unternehmen in Österreich zugekauft.

Das Schwergewicht im privaten Agrarhandel mit Sitz im schwäbischen Ulm beschreitet mit der Neugründung der Beiselen Service GmbH den Digitalisierungspfad. Der private Handel solle von Beiselen mit digitalen Lösungsangeboten versorgt werden, begründet das Unternehmen den Schritt. Diese Lösungsangebote sollen dem Landwirt „Transparenz, Effizienz und einen verbesserten Informationsfluss ermöglichen“, teilte die Beiselen-Gruppe kürzlich weiter mit.

Geschäftsführer der neuen Unternehmenseinheit ist Dr. Martin Ziegelbäck. Ziegelbäck hatte 2013 die Firma Saatbau Preisgut GmbH als ein Tochterunternehmen der österreichischen Genossenschaft Saatbau Linz gegründet. Ursprünglich war das Unternehmen auf Risikomanagement ausgerichtet, doch sukzessive zu einer digitalen Brücke oder auch Plattform zwischen Landwirten und Agrarhändlern weiterentwickelt worden.

Beiselen hat die Saatbau Preisgut GmbH von der Saatbau Linz übernommen – und Ziegelbäck ist als Geschäftsführer der neuen Beiselen Service GmbH zu den Ulmern gewechselt. Damit seien „Know-how und eine operative Einheit für die Entwicklung digitaler Lösungen geschaffen“, begründet die Beiselen GmbH den Schritt. Beiselen könne so „konkrete Antworten auf die Bedürfnisse der modernen Landwirtschaft geben und die Veränderungen im Markt kompetent gestalten“, heißt es weiter.

Martin Jäger, neuer Geschäftsführer in der Geschäftsleitung der Beiselen GmbH und nach Unternehmensangaben „erfahrener Change-Manager in der Digitalisierung“, treibt die digitale Entwicklung im Unternehmen voran: „Wir wissen, welche Themen die Marktteilnehmer bewegen und sind dabei, über Synergien und Partnerschaften bedürfnisgerechte und effiziente Lösungen in der Wertschöpfungskette zu schaffen“, erläutert Jäger den aktuellen Schritt. Ziegelbäck solle sein Wissen in die Firma einbringen, indem er „bereits laufenden und zukünftige Entwicklungsprojekte, wie zum Beispiel zur Qualitätssicherung über Rückverfolgbarkeit, unterstütze.

„Wir können mit Beiselen den bereits begonnenen Weg nun in viel größeren Schritten gehen und eine größere Hebelwirkung erzielen“, sagt Ziegelbäck selbst. Es geht darum, einen Mehrwert für Landhandel und Landwirte zu schaffen, indem die Informationsströme vom Feld bis zum Verarbeiter digitalisiert werden und ineinandergreifen.

Die Beiselen-Gruppe ist mit rund 600 Mitarbeitern an 21 Standorten in den Bereichen Getreide- und Ölsaatenhandel sowie Betriebsmittelgroßhandel aktiv und setzt jährlich nach eigenen Angaben rund 1,2 Mrd. € um.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats