DLG-Nachhaltigkeitsindex

Landwirtschaft verbessert sich träge


Der Nachhaltigkeitsindex 2018 zeigt nur zögerliche Verbesserungen in der Agrarbranche. Besonders weit abgeschlagen ist die Branche beim Bruttolohnniveau.

Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) veröffentlichte den Nachhaltigkeitsindex 2018 und vermeldet: Immerhin um 1,4 Prozent verbessert sich die Nachhaltigkeit der Landwirtschaft, wenn man den Durchschnitt seit 1990 betrachtet. Konkret nahm der Nachhaltigkeit zuletzt leicht ab. Die Werte orientieren sich laut DLG an den Jahren, aus denen verwertbare Daten vorlagen. Das betrifft insgesamt die Jahre seit 1990.

Den Nachhaltigkeitsindex errechnet die DLG über die Komponenten Ökonomie, Ökologie und Soziales. Die Ökologie verbessert sich mit kleinen Schritten und kann sich im Durchschnitt um 3,1 Prozent verbessern. Die konkrete Entwicklung verläuft aber seit 2014 unter dem Durchschnittsniveau.

Die wertschöpfungsbasierte Arbeitsproduktivität, mit der eine Aussage über die Ökonomische Entwicklung getroffen wird, bewegt sich mit gleichbleibend volatilen Ausbrüchen auf einer durchschnittlichen Jahreswachstumsrate von 0,15 Prozent. „Leider musste die Landwirtschaft in den vergangenen Jahren aufgrund von Preistiefs Produktivitätseinbrüche hinnehmen, die zu den geringeren Wachstumsraten geführt haben,“ kommentiert DLG Präsident Hubertus Paetow eine zuletzt reduzierte Entwicklung. In der Betrachtung seit 1990 legte die Flächenproduktivität stetig zu, doch seit 2015 bewegt sich die gesamte Flächenproduktivität seitwärts.

Bei dem Indikator für die Soziale Nachhaltigkeit ist der Pro-Kopf-Verdienst in der Landwirtschaft ausschlaggebend. Die Landwirtschaft bleibt da mit 10,74 € Bruttolohn weit unter dem Durchschnittslohn von 17,44 € zurück. Damit verbesserte sich der Lohn um 0,3 Prozent.

Der genaue Verlauf der einzelnen Faktoren ist in der folgenden Bildergalerie dargestellt.

DLG: Nachhaltigkeitsindex 2018




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