DowDuPont

Saatgut beflügelt Agrargeschäft

Die Halbjahresbilanz des Chemiekonzerns fällt freundlicher aus. Den Rückgang im Agrargeschäft hat DowDuPont im 2. Quartal nahezu aufgeholt. Dazu beigetragen haben vor allem der Saatgutabsatz und die Verkäufe an Insektiziden.

Im 1. Halbjahr verzeichnet DowDuPont auf pro-forma-Basis mit 9,5 Mrd. US-$ lediglich einen Umsatzrückgang von 1 Prozent im Agrargeschäft im Vergleich zur Vorjahresperiode. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) verbuchte ein Minus von 2 Prozent auf 2,6 Mrd. US-$. Insgesamt gingen die Verkäufe um 5 Prozent zurück. Vor allem die rückläufigen Maisanbauflächen in den USA und Brasilien seien dafür verantwortlich.

Noch im 1. Quartal verbuchte DowDuPont einen kräftigen Rückgang, der aber durch ein gutes Saatgutgeschäft mit neuen Mais- und Sojabohnensorten kompensiert werden konnte. Auch der Absatz an Insektiziden im 2. Quartal mit einem Plus von fast 20 Prozent hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Halbjahresbilanz freundlicher ausgefallen ist.

Neben einer höheren Nachfrage im Agrarbereich ist auch das Geschäft mit Kunststoffen und Spezialchemikalien gut gelaufen. Auf pro-forma-Basis kletterte der Umsatz des Gesamtkonzerns um 17 Prozent auf 24,2 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) schnellte um 29 Prozent auf 5,7 Mrd. US-Dollar hoch. Unter dem Strich ging das Ergebnis allerdings wegen einer höheren Steuerrückstellung von im Vorjahr 1,84 auf nunmehr 1,77 Mrd. US-Dollar zurück. Bei den Kennziffern handelt es sich um Pro-Forma-Zahlen, da sonst kein Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum möglich wäre. Hintergrund ist die Fusion.

Für das dritte Quartal erwartet Finanzchef Howard Ungerleider trotz des boomenden Saatgutgeschäfts leichten Gegenwind durch Währungseffekte. Das Umsatzwachstum soll aber im Vergleich zum Vorjahr mehr als 10 Prozent betragen, und das operative Ergebnis um mehr als 12 Prozent zulegen.

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