Drohneneinsatz

Wenn die Drohnen tiefer fliegen

In 30 Landkreisen in Bayern und Baden-Württemberg informieren die Baywa und Landwirte mit Hinweisschildern über die Nutzung von Drohnen auf dem Feld. Diese kommen vermehrt im Pflanzenschutz zum Einsatz.

Bei der Bewirtschaftung ihrer Felder setzen Landwirte zunehmend auch moderne Technologien ein, zum Beispiel Drohnen im Pflanzenschutz. Darauf macht jetzt eine von der Baywa gemeinsam mit Landwirten initiierte Feldschilder-Aktion aufmerksam: In den vergangenen Wochen wurden in 30 Landkreisen in Bayern und Baden-Württemberg rund 200 Feldschilder aufgestellt, die Spaziergänger und Radfahrer über die biologische Schädlingsbekämpfung im Mais informieren. An der Aktion haben der Baywa zufolge bisher 53 Landwirte in Bayern und 77 Landwirte in Baden-Württemberg teilgenommen.

Einsatz gegen Maiszünsler

Die beschilderten Felder waren zwischen Mitte Juni und Ende Juli per Drohne beflogen worden, um Nützlinge gegen den Maiszünsler auszubringen. Der Maiszünsler richtet erheblichen Schaden in Maisbeständen an. Schätzungen zufolge vernichtet der Schädling jedes Jahr rund 41 Mio. t der weltweiten Maisernte – rein rechnerisch sind das laut Baywa zehn Jahresernten Mais in Deutschland.

Eine – sehr aufwändige – Alternative zur chemischen Behandlung gegen den Maiszünsler gab es bereits zu Vor-Drohnen-Zeiten: Dafür musste der Landwirt durch seine Maisbestände laufen und die Nützlinge händisch ausbringen. Mit der Drohne lasse sich umweltschonender Pflanzenschutz viel effizienter und schneller umsetzen – sowohl im ökologischen als auch im konventionellen Landbau, erklärt die Baywa.

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