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Niedrigwasser stoppt Kaliproduktion


Verwaltungsgebäude und Fördergerüst des Standortes Hattorf (Philippsthal) des Kaliwerkes Werra.
Foto: K+S
Verwaltungsgebäude und Fördergerüst des Standortes Hattorf (Philippsthal) des Kaliwerkes Werra.

Die anhaltende, extreme Trockenheit der vergangenen Monate führt dazu, dass der Kasseler Düngerhersteller die Produktion an einzelnen Standorten des Kali-Verbundwerks Werra temporär unterbrechen muss. Dadurch entstehen hohe finanzielle Belastungen.

Die Salzabwässer aus der Kaliproduktion im hessischen Verbundwerk Werra in Philippsthal können wegen der außergewöhnlich geringen Wasserführung der Werra nicht mehr in ausreichendem Umfang entsorgt werden. Deshalb sieht sich K+S gezwungen, die Kaliproduktion vorrübergehend einzustellen. Der Standort Wintershall wurde daher am Montag, 27. August heruntergefahren und kann bis auf weiteres nicht mehr produzieren, teilt K+S am Montag mit. Am Standort Hattorf ist die Produktion zunächst noch gesichert. Hält die niedrige Wasserführung weiter an, so müsse auch dieser Betriebsteil heruntergefahren werden. Der Standort Unterbreizbach kann hingegen nach heutiger Prognose weiter produzieren.

K+S unternimmt alle Anstrengungen, um die Produktion am Werk Werra so schnell wie möglich wieder zu steigern. Zusätzliche Maßnahmen zur Abwasserentsorgung werden derzeit geprüft.

Markterwartungen verfehlt

Der Stillstand hat auch wirtschafltiche Folgen für das Unternehmen. Der Ebitada-Effekt eines Tages Stillstand beträgt pro Standort bis zu 1,5 Mio. €. Die Auswirkungen sind nicht in der von K+S noch im Halbjahresbericht kommunizierten Prognosespanne in Höhe eines Ebitda von 660 bis 740 Mio. € für das Jahr 2018 enthalten. Schon im 1. Halbjahr hat K+S die Markterwartungen nach eigenen Angaben wegen Produktionseinschränkungen verfehlt.

 

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