Düngemittel

Kalimine in Kanada stottert

Wegen Reparaturarbeiten steht das neue Kaliwerk Bethune der K+S in Kanada immer wieder still. Die Produktionsausfälle sollen in den kommenden Monaten aufgeholt werden.

In einem Gespräch mit dem Handelsblatt räumte K+S-Vorstandsmitglied Mark Roberts im neuen Bergwerk Bethune ein und kündigt Belastungen im 2. Quartal beim Ebit an. Die Jahresprognose sei davon nicht betroffen. 2017 erzielte K+S ein Ebit von 577 Mio. €. Ungeachtet der Schwierigkeiten hält Roberts daran fest, will 2019 auf Ebit-Ebene die Gewinnzone erreichen.

In der vergangenen Woche stand das Werk wegen einer Reparatur an einem Schornstein vier Tage still. Zuvor hatten Streiks sowie Personal- und Materialengpässe bei der Bahngesellschaft Canadian Pacific, die das Kali von Bethune zur Verschiffung zum Verladehafen Vancouver bringt, K+S zeitweise ausgebremst. Überdies müssten noch die phyiskalischen Eigenschaften des Kalis verbessert werden. Das Kali wird nicht wie sonst abgebaut, sondern mit Solen aufgelöst und damit sparsamer nach oben gefördert. Roberts sagte, dass es sich um "normale Schwierigkeiten“ beim Anfahren der neuen Anlage handle. Diese war 2017 schon wegen Verzögerungen später als geplant an den Start gegangen.

Die Produktionsrückstände sollten im dritten und vierten Quartal aufgeholt werden. Die Nachfrage sei robust, der Kalipreis steigt. International wird das 40er Kali gehandelt und der Kalipreis bewege sich seit Monaten nach oben, heißt es. Derzeit erzielt K+S beispielsweise in Brasilien gut 300 US-$ je t. Vor einem Jahr lag dieser Preis noch bei 250 bis 260 US-$.

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