Düngemittel

K+S produziert auf zwei Kontinenten


Die neue Kalimine in Kanada sowie ein höherer Ausstoß im Verbundwerk Werra sorgen für steigende Umsätze des Dünger- und Salzherstellers aus Kassel. Ende 2018 schließt das Kalibergwerk Sigmundshall in Niedersachsen.

K+S konnte im Geschäftsjahr bei allen Kennzahlen zulegen. Der Umsatz verbesserte sich leicht auf 3,6 (Vorjahr: 3,5) Mrd. €. Das operative Ergebnis (Ebit) stieg auf 271 (229) Mio. € und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 577 (519) Mio. €. Zur Hauptversammlung am 15. Mai 2018 wollen Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären eine Dividende in Höhe von 0,35 (0,30) € je Aktie vorzuschlagen, dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 46 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern.

Erste Absatzmengen aus dem neuen Kaliwerk Bethune in Kanada sowie eine höhere Produktverfügbarkeit von Düngemittelspezialitäten am Standort Werra wirken sich positiv auf die Umsatzentwicklung im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte aus. Dem standen jedoch nachteilige Währungsentwicklungen in beiden Geschäftsbereichen gegenüber. Der Geschäftsbereich Salz war erneut der umsatzstärkste der K+S-Gruppe. Gewerbe- und Industriesalze konnten zulegen, der Umsatz mit Auftausalz lag auf einem stabilen Niveau, teilt K+S mit.                                                                                                                                                                                                                           

Das im Mai 2017 in Betrieb genommene Kalibergwerk im kanadischen Bethune machte sich bereits positiv bemerkbar: Bis zum Ende des Geschäftsjahres wurden rund 500.000 t Kali produziert. „Mit Bethune verfügen wir über Kali-Standorte auf zwei Kontinenten. Das Werk wird die durchschnittlichen Produktionskosten mittelfristig reduzieren. Das eröffnet uns eine langfristige Perspektive“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Burkhard Lohr.

Die Probleme mit der Entsorgung von Salzabwässern aus der Kaliproduktion an der Werra geht K+S mit umfangreichen Investitionen aktiv an. Anfang des Jahres wurde eine Kainitkristallisations- und Flotationsanlage (KKF) für 180 Mio. € am Standort Hattorf an der Werra in Betrieb genommen. Damit wird die Abwassermenge des Werks Werra jährlich um rund 20 Prozent reduziert.

Positiver Ausblick

                                                                                                                              
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet die K+S Gruppe, dass der Umsatz spürbar und Ebitda deutlich über den Werten des Vorjahres liegen wird. Bei den Kali- und Magnesiumprodukten wird sich die Steigerung der Produktionsmenge im kanadischen Bethune positiv niederschlagen. Auch im Werk Werra wird die Produktion  durch den Wegfall abwasserbedingter Unterbrechungen - wieder steigen, was ebenfalls zur weiteren Ergebnissteigerung beiträgt.

Im Herbst 2017 hat die K+S-Gruppe ihre Strategie „Shaping 2030“ vorgestellt. Lohr will sich auf die Kundenwünsche und Megatrends in den vier Segmenten Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden konzentrieren. Ein neues Geschäftsfeld ist die Flüssigdüngung. Erste Projekte aus dem K+S InnovationLab – wie der vor Kurzem vorgestellte Aquaponic-Container – sind in der Testphase.

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