Düngemittel

K+S meldet höhere Preise für Kali

Die K+S-Gruppe ist mit Zuwächsen ins laufende Geschäftsjahr 2018 gestartet. Das kanadische Werk gleicht Absatzrückgänge von Kalidünger in Europa aus.

Der Umsatz des Kasseler Düngerunternehmens stieg im 1. Quartal 2018 um 4 Prozent auf 1,17 Mrd. € an. Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbessert sich um 12 Prozent auf 237 Mio. €.                                                              

Die Lieferungen aus dem neuen Kaliwerk Bethune in Kanada konnten Absatzverluste in Europa aufgrund einer verspätet einsetzenden Frühjahrsdüngung mehr als ausgleichen. Auch ein höheres Marktpreisniveau bei Kaliumchlorid wirkte sich positiv aus, teilt K+S mit. Dem stand am Werk Werra eine geringere Produktionsmenge wegen eingeschränkter Personal- und Maschinenverfügbarkeit gegenüber. Mitte Januar 2018 ging die KKF-Anlage am Standort Hattorf an der Werra in Betrieb. Mit der neuen Anlage reduziert sich die Abwassermenge des Werks Werra um rund 20 Prozent und es können zusätzlich 260.000 t verkaufsfähige Produkte bei Vollauslastung pro Jahr gewonnen werden. Das Ebitda des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte verbesserte sich um rund 50 Prozent auf 121 Mio. € zum Vorjahreszeitraum.

Im Geschäftsbereich Salz konnte der Absatz mit Auftausalz von Januar bis März 2018  in Nordamerika gesteigert werden. Allerdings lagen die Preise aufgrund des milden Winters im Vorjahr auf niedrigem Niveau. Hinzu kamen höhere Logistikkosten in Nordamerika. Währungseffekte hatten ebenfalls einen dämpfenden Einfluss auf das Ergebnis. So verliert das Ebitda im Geschäftsbereich Salz im 1. Quartal um 14 auf 121 Mio. € gegenüber 2017. Die Nettoverschuldung sinkt im Berichtsquartal vom 8,1-fachen auf das 6,7-Fache.
                                                                                                                                                                                                                                                
Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet der Vorstand einen Anstieg beim Umsatz und Ebitda im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sollte die Steigerung der Produktion im neuen kanadischen Werk Bethune sowie im Werk Werra zu einer deutlichen Ergebniserholung führen. Im Geschäftsbereich Salz geht K+S aufgrund gestiegener Logistikaufwendungen und trotz spürbar steigender Absatzmengen von einem moderaten Anstieg aus.


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