Düngemittel

Mosaic verkauft weniger Dünger nach China

Der US-amerikanische Düngerhersteller Mosaic Company sieht eine positive Entwicklung an den Märkten für Phosphat und Kali. Der Truckerstreik in Brasilien schmälerte die Verkaufsmengen.

Im 2. Quartal 2018 erzielte Mosaic einen Nettogewinn von 68 Mio. US-$ und damit weniger als im Vorjahreszeitraum von 97 Mio. US-$. Der Umsatz beläuft sich von April bis Juni 2018 auf 2,2 (Vorjahr: 1,8) Mrd. US-$, vornehmlich getrieben von der Übernahme von Vale Fertilizantes in Brasilien sowie höheren Preisen für Phosphat und Kali. „Wir sehen positive Entwicklungen auf den Märkten für Phosphat und Kali“, sagte CEO Joc O’Rourke bei der Vorstellung der Geschäftszahlen in dieser Woche. Alle drei  Geschäftsbereiche, wie Phosphat, Kali und Mosaic Fertilizantes bauen ihre Aktivitäten aus. Der Betriebsgewinn steigt im 2. Quartal auf 196 (Vorjahr: 95) Mio. US-$.

Mosaic liege weit über dem Zeiplan, seine Schulden in Höhe von 700 Mio. US-$ bis Ende 2020 abzubauen", sagte O'Rourke. "Tatsächlich haben wir in diesem Jahr Schulden in Höhe von 500 Millionen US-Dollar zurückgezahlt, was uns näher an unser Ziel bringt.“ O'Rourke will weiter investieren und wachsen.

Strafzölle zeigen Wirkung 

Im 1. Halbjahr 2018 liegt der Umsatz bei knapp 4 Mrd. (3,3) US-$ und der Nettogewinn steigt auf 108 (96) Mio. US-$.  Auch für das Gesamtjahr 2018 ist Mosaic-Chef O´Rourke zuversichtlich: "Im Kali-Segment erwarten wir, dass die negativen Auswirkungen geplanter Wartungsmaßnahmen in den Kaliminen Esterhazy und Belle Plaine durch höhere Verkaufspreise ausgeglichen werden.“ Allerdings geht der CEO von geringeren Verkäufen von Kali nach China im 3. Quartal 2018 aus. Dies dürfte mit den Strafzöllen, die die Regierungen in den USA und China im Handelskonflikt verhängt haben, zusammenhängen.

Auch bei Phosphatdünger dürften höhere Preise realsiert werden. Diese könnten steigende Rohstoffkosten ausgleichen. Das Unternehmen erwartet im 3. Quartal einen starken Premium-Produktabsatz.

Die Geschäftseinheit Mosaic Fertilizantes dürfte mit höheren Verkaufspreisen und einer schwacher lokaler Währung in Brasilien den geplanten Turnaround am Werksstandort Uberaba kompensieren. Einen Dämpfer gab es jedoch wegen des Truckerstreiks im Mai und Juni. Durch den Ausfall der Fahrer konnten rund 300.000 t Dünger nicht ausgeliefert werden.

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