Absatzzahlen

Düngeverordnung stoppt Düngerkauf

Landwirte kaufen weniger Düngemittel.
Foto: da
Landwirte kaufen weniger Düngemittel.

Der Absatz von Düngemitteln in Deutschland schrumpft. Landwirte bringen wegen der Düngeverordnung weniger aus.

Die Umsätze mit Stickstoffdünger der im Industrieverband Agrar (IVA) organisierten Unternehmen sind in der Saison 2016/17 um 3 Prozent auf 1,66 Mio. t zurückgegangen. Weltweit dürfte hingegen der Düngerverbrauch laut Foth um 15 bis 20 Prozent steigen. Wie in jedem Jahr nennt Ulrich Foth, IVA-Vorsitzender des Fachbereichs Pflanzenernährung, keine Umsätze in Zahlen. Grund sei die hohe Volatiiltät. Die Preise für Dünger seien seit zwei Jahren niedrig, die steigenden Rohölpreise dürften sich 2019 auswirken.

Die Entwickklung des Verbrauchs ist unterschiedlich. Landwirte haben vor allem in den Veredlungsgebieten mineralische Phosphatdünger links liegengelassen. In Thüringen beispielsweise müssen Landwirte hingegen die Phosphatversorgung der Böden wieder aufbauen. Erhöht haben sich gegenüber dem Vorjahr die Absätze an Kali in Höhe von 430.000 t (plus 8 Prozent) sowie Kalk mit 2,7 Mio. t.

Nach Einschätzung Foths hat die Düngeverordnung zu einer großen Verunsicherung bei den Landwirten gesorgt, was sich in einer Kaufzurückhaltung äußerte. Zusammen mit den widrigen Wetterbedingungen und großen Problemen mit überlaufenden Güllebehältern in Norddeutschland sowie in Überschussregionen habe dies zu den spürbaren Absatzrückgängen bei Düngemitteln geführt. In der laufenden Saison werde es mit der Verordnung noch enger. „Wir gehen von einem Zehn-prozentigen Rückgang für Stickstoff und Phosphat bis zum Sommer aus“, sagt Foth. Alle IVA-Frimen arbeiten daran, Inhibitoren von N-Düngern zu erhöhen.

Die Kommentare für diesen Artikel sind geschlossen.

stats