Düngemittel

K+S fördert mehr Kali in Kanada

Foto: K+S

Der Kasseler Düngerhersteller verzeichnet eine positive Nachfrage nach Kalidüngern im 3. Quartal. Im Werk in Kanada brummt die Produktion, Ausfälle im Verbundwerk Werra bremsen das Wachstum.

Der Umsatz der K+S-Gruppe stieg von Juli bis September 2018 um rund 16 Prozent auf 840 Mio. € gegenüber dem Vorjahresquartal. Für die ersten neun Monate 2018 ergibt sich ein Umsatz von 2,8 (2,6) Mrd. €. Das Kasseler Unternehmen konnte im 3. Quartal mehr Kaliumchlorid im kanadischen Werk Bethune herstellen und erzielte höhere Marktpreise für Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz.

Doch die Produktionsausfälle im Verbundwerk Werra wegen der Trockenheit und des Niedrigwassers verringerten das Ebitda im 3. Quartal um mehr als die Hälfte auf 36 (Vorjahresquartal: 77) Mio. €. Ein operativer Verlust in Höhe von 58 Mio. € im 3. Quartal 2018 reduziert das operative Ergebnis (Ebit) der K+S-Gruppe in den ersten neun Monaten bis Ende September 2018 auf 102 (Vorjahr: 178) Mio. €.  K+S-Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr will weiter das Sparprogramm "Shaping 2030" fahren, um die Ertragslage zu verbessern. Die Synergien sollen ab Ende 2020 mehr als 150 Mio. €/Jahr erreichen.

Niedrigwasser erschwert Entsorgung

Aufgrund der Mehrmengen im Werk in Kanada sowie gestiegenen Düngemittelpreisen kletterte der Umsatz des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte im 3. Quartal um 18 Prozent auf 422 Mio. €. Dem standen Ergebnisausfälle von 80 Mio. € beim Ebitda an den Stillstandstagen am Verbundwerk Werra wegen des Niedrigwassers der Werra und den damit verbundenen höheren Kosten für die standortferne Entsorgung von Salzabwässern gegenüber.

So gibt es im 3. Quartal bei Kali- und Magnesiumprodukten einen operativen Verlust von 68,5 (Vorjahr: 1,7) Mio. €. Nach Ablauf der ersten drei Quartale steht noch ein operatives Ergebnis von 5 (75) Mio. €. Für etwas Entspannung bei der Kaliproduktion könnte die Haldenerweiterung am Standort Hattdorf sorgen, für die K+S kürzlich die Genehmigung erhielt. Im Geschäftsbereich Salz führte ein gutes Voreinlagerungsgeschäft für Auftausalz in Nordamerika zu einem Umsatzplus von 14 Prozent im 3. Quartal 2018.

Ausblick 2018 angepasst

 
Die Produktionsschwierigkeiten senken die  Ebita-Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2018 zwischen 570 und 630 (Vorjahr: 577) Mio. €. Erneute Unterbrechungen in der Kaliproduktion will K+S bis zum Jahresende aufgrund der anhaltenden, extremen Trockenheit nicht ausschließen und seien deshalb in der gesamten Bandbreite noch nicht berücksichtigt. Das Unternehmen geht in diesem Jahr beim bereinigten Freien Cashflow gegenüber dem Vorjahr unverändert von einer deutlichen Verbesserung aus – bis hin zu einem positiven bereinigten Freien Cashflow im Jahr 2019.

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