Düngemittel

Yara verkauft weniger Dünger


Der weltgrößte Anbieter von Stickstoffdünger, Yara International ASA, Oslo, gibt einen vorsichtigen Ausblick für das Geschäftsjahr 2018. Hohe Energiepreise belasten die Produktionskosten.

Das erste Quartal 2018 endet für Yara unter Vorjahr. Der Umsatz beträgt von Januar bis März 2018 rund 2,85 (Vorjahr: 2,7) Mrd. US-$. Das Ebita beläuft sich im Berichtszeitraum auf 377 Mio. US-$, ein Rückgang um 5 Prozent. Die Gründe sind geringere Auslieferungen von Düngemitteln, höhere Energiekosten und ein schwacher US-Dollarkurs. Dies alles wog schwerer als der Einfluss gestiegener Produktpreise von allen Düngemittelsorten.

"Die lange Kälteperidoe in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 führten zu niedrigeren Verkaufsmengen sowie Energiekosten. Dadurch verzögerte sich die Aussaat und die anschließenden Düngemaßnahmen in Europa", erklärte Svein Tore Holsether, CEO von Yara, das schwache Abschneiden. Die gesamten Auslieferungen von Januar bis März sanken um 7 Prozent gegenüber Vorjahr, die größten Einbußen musste Yara in Europa und Brasilien einstecken.


Die Ammoniakproduktion war um 13 Prozent höher als im 1. Quartal 2017. Die Endproduktioin von fertigen Dünger stieg hingegen um 2 Prozent.

Minus in Europa erwartet

Bei seinen Aussichten für die weltweite Agrarwirtschaft ist Holsether optimistisch. Ein höherer FAO-Index für Getreide, Fleisch und Milch seien für die Landwirte Anreiz, mehr zu düngen. Allerdings ist der Yara-Chef in Bezug auf Europa mit seinen Prognosen vorsichtig. Die Auslieferungen der europäischen Düngerindustrie seien im 1. Quartal 2018 um 22 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken. Am Ende des Jahres dürfte sich das Minus bei 3 bis 5 Prozent einpendeln.

Hosether vertraut seinem Strukturprogramm, mit dem er eine Verbesserung des jährlichen Ebita bis 2020 in Höhe von 500 Mio. US-$ erreichen möchte. Im 1. Quartal konnten bereits 275 Mio. US-$ realisiert werden.


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